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13. 04. 2017

Blume 2000 – Gegenwind oder frischer Wind?

Um sich gegenüber dem einheitlichen Auftreten der Blume 2000 Filialen abzuheben, müssen Floristikfachgeschäfte auf Individualität setzen. Foto: Katrin Klawitter

Gleich doppelt machte die Filialkette Blume 2000 in den vergangenen Wochen auf sich aufmerksam: Schon vor ihrem Floristenwettbewerb, der „Azubinale“, über die die g&v bereits berichtete (Ausgabe 3/17), stand ein stark frequentierter Messeauftritt des Unternehmens: Auf der diesjährigen IPM zeigte es sein neues Shopkonzept und sein durchaus beachtenswertes Franchise-Angebot.

Zusammenarbeit mit Blume 2000: Frischer oder Gegenwind?

Auch, wenn sich immer noch bei vielen in der Branche bei der Erwähnung dieses wachsenden Wettbewerbers die Nackenhaare sträuben, sogar Floristen der Branche persönlich angegriffen oder mit Auftragsstopps belegt werden, wenn sie eine Zusammenarbeit mit der Filialkette wagen: Es wird Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, was dieses Unternehmen anders macht und welchen Wind es der Branche bringt. Ist es wirklich nur Gegenwind – oder vielleicht auch frischer Wind, den es auf das Ansehen des Berufes und der Ware weht?

Können Floristikfachgeschäfte neben der Kette bestehen?

Auf die Frage, ob Floristikfachgeschäfte denn künftig neben einem breiten Netz aus Blume 2000-Filialen überhaupt noch bestehen können, gibt der Franchise-Leiter der Kette ein ganz klares „Ja“ zur Antwort: Wer individuell ist, sich auf seine Stärken und Schwerpunkte konzentriert, werde da keine Probleme haben, ist sich Axel Bierbaum sicher. Dabei meint er aber ganz sicher nicht nur die fachlichen Schwerpunkte. Denn Blume 2000 scheint nicht nur im Außenauftritt einiges richtig zu machen – es zieht vor allem auch jüngere Menschen in seinen Bann: Von einem Arbeitgeber, bei dem man sich gut aufgehoben fühlt, sich entwickeln darf, von fachlicher Förderung und zusätzlichen Ausbildungseinheiten, aber auch von Warenfülle, CI, Firmenkleidung, dem Zusammenhalt schwärmten Blume 2000-Mitarbeiter auf der IPM.

Einzelne Fachgeschäfte müssen mit Individualität punkten

Viel zu tun also für manches Fachgeschäft, um hier gegenzuhalten? Für das einzelne Fachgeschäft wird es um Individualität in allen Bereichen gehen – auch in der Mitarbeiter- und Kundenbindung. Letztendlich wird es der Kunde sein, der entscheidet, wo er in Zukunft seine Blumen kaufen möchte – und wie so oft ist damit zu rechnen, dass er beides nutzen wird. Genau das ist auch die Strategie, die mittlerweile mancher Florist verfolgen will: Sich zwei Standbeine zu sichern – das bisherige Fachgeschäft und eine zusätzliche Blume 2000-Filiale. Und zu schauen, auf welchem der beiden Beine sich sicherer stehen lässt. (Katrin Klawitter)

Mehr zum Franchise-Konzept der Kette lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der g&v.




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