Mit einem Volumen von etwa 9,5 Milliarden Euro gestaltete sich der Markt für „Lebendes Grün“ in den vergangenen Jahren stabil. Deutliche Veränderungen weisen allerdings die Segmente aus.
Im Vergleich der Jahre 2004 und 2008 zählen Zimmerpflanzen mit über 15 Prozent plus zu den Gewinnern. Auch Freilandpflanzen und Schnittblumen legten zu. Zu den Verlierern zählen Gestecke/Kränze, Hydrokultur, Kunst-/Trockenblumen. Bei jährlich durchschnittlichen über vier Prozent minus addiert sich deren Verlust auf 175 Millionen Euro. Trotz oder gerade aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise erreichte „Lebendes Grün“ in 2008 mit 1,2 Prozent die höchste Wachstumsrate im Betrachtungszeitraum. Gerade jetzt gewinnen das eigene Heim und damit der eigene Garten/Balkon/Wintergarten als Entspannungsort sowie als sozialer und kommunikativer Treffpunkt an Bedeutung. Kleinbetrieblich strukturierte Gärtnereien und der Blumenfachhandel führen mit einem Marktanteil von etwa 29 Prozent die Vertriebsstruktur an. Doch sie geraten unter Druck. Insbesondere durch großflächige Gartencenter und Baumärkte. Außerdem sind durch die Lebensmittel-Filialisten die Indoor-Sortimente nahezu überall erhältlich. So ist der Discounter Aldi als Unternehmen der größte Anbieter von Schnittblumen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise geben die BBE Retail Experts dem „Lebenden Grün“ eine durchaus positive Marktprognose. Dank des Trends zum Homing beziehungsweise Gardening sei mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von etwa 0,4 Prozent in den nächsten fünf Jahren zu rechnen. Nichtsdestotrotz müssen sich die Marktteilnehmer 2009 und 2010 auf – wenn auch nur leichte – Umsatzeinbußen einstellen.
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