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Bestseller zum Jahresende: der Weihnachtsstern

Im gesamten Bundesgebiet startet in den kommenden Tagen der Verkauf von Weihnachtssternen. In nur wenigen Wochen avanciert der Winterblüher zu dem Bestseller der Zimmerpflanzen und kann selbst aufs gesamte Jahr gesehen nur von der Orchidee abgehängt werden.

Weihnachtssterne avancieren in den letzten beiden Kalendermonaten zum Bestseller, auch in anderen Farben als Rot. Foto: Stars for Europe

Anstieg der Marktanteile

Jahr für Jahr gehen in Deutschland über 30 Millionen Weihnachtssterne über die Ladentheke und das in einem nur knapp bemessenen Verkaufszeitraum. In den letzten beiden Kalendermonaten des Jahres ist der Weihnachtsstern mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent bereits seit etwa zwei Dekaden der absolute Bestseller unter den blühenden Zimmerpflanzen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) belegt der Winterblüher auf das gesamte Jahr gerechnet sogar Platz zwei und wird lediglich durch die Orchidee auf die Plätze gewiesen. Insgesamt gaben die Deutschen im vergangenen Jahr 105 Millionen Euro für Weihnachtssterne aus, was einem Marktanteil von rund zehn Prozent ausmacht. In den letzten zehn Jahren konnten Weihnachtssterne somit einen Anstieg des Marktanteils von rund zwei Prozent verbuchen.   

Trend geht zu größeren Pflanzen

Die verkauften Stückzahlen blühender Zimmerpflanzen sanken im Gesamtjahr 2018 um sechs Prozent. Der etwas höhere Durchschnittspreis bei leicht gesunkener Stückzahl lasse darauf schließen, dass Endverbraucher verstärkt zu größeren Pflanzen tendieren. Das gelte laut der Marketinginitiative Stars for Europe für blühende Topfpflanzen allgemein, nicht nur für Weihnachtssterne. Für Weihnachtssterne lasse sich diese Entwicklung anhand der Ergebnisse der AMI-Anbauerhebung Zierpflanzen nachvoll¬ziehen. Der Anteil von Mini-Weihnachtssternen mit weniger als neun Zentimeter Topfgröße betrug 2018 weniger als 20 Prozent. Vor etwa fünf Jahren war der Anteil der in Deutschland produzierten Mini-Pflanzen noch zwischen 30 und 40 Prozent.  

Produktion vor der eigenen Haustür

In Deutschland verkaufte Weihnachtssterne stammen zum überwiegenden Teil aus heimischer Produktion. Lediglich 20 Prozent der Pflanzen werden hauptsächlich aus den Niederlanden und Dänemark importiert. In Deutschland ist NRW bei der Produktion mit rund 50 Prozent führend. Es folgten Baden-Württemberg mit gut 14 Prozent, Bayern mit knapp zehn Prozent und Niedersachsen mit gut neun Prozent. Vorwiegend verkauft werden rote Weihnachtssterne, etwa 80 Prozent, obwohl es sie auch in anderen Farben gibt. Besonders zu Saisonbeginn kann mit Weihnachtssternen in Lachs, Gelb, Zimt, Rosé, Weiß oder Apricot gepunktet werden.