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10. 08. 2017

Blütengehölze: Spätsommers Bienenfreunde

Auch Schmetterlinge "stehen" auf späte Blüten, so wie die der Strauchveronika. Foto: Plantipp

Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, werden die Blütengehölze, die Biene, Hummel & Co. Nahrung bieten, allmählich rarer. Ab jetzt gilt erst recht: Jede Blüte zählt. Und weil sich unter den Spätblühern so attraktive schwachwüchsige Sorten finden wie die hier vorgestellten, lässt sich sogar jeder noch so kleine Balkon in ein spätsommerliches Insektenparadies verwandeln, findet Katharina Adams.

Bartblume zählt zu den attraktivsten Blütensträuchern im Spätsommer

Zu den attraktivsten Blütensträuchern, die im Spätsommer und Herbst zu Hochform auflaufen, gehören die Züchtungen der Bartblume (Caryopteris x clandonensis). Es handelt sich bei ihnen um kompakte rundliche Sträucher aus der Familie der Lippenblütler, ein wenig breiter als hoch wachsend. Entlang ihrer Zweige entwickeln sich unzählige kleine Blüten, die in Büscheln quirlförmig angeordnet sind. Die größeren Sorten unter diesen Hybriden, zum Beispiel die bewährte ‘Heavenly Blue’, werden kaum höher als einen Meter und sind damit an sich schon für die Pflanzung im Kübel geeignet.

Leuchtendes Blau selten bei Spätsommer- und Herbstblüher

Die neueren Züchtungen wachsen noch einmal kompakter, zum Beispiel ‘Blauer Spatz’, die mit 60 Zentimetern Höhe mit wirklich wenig Platz auskommt. Die beiden genannten Sortennamen stellen bereits klar, welche Blütenfarbe dominiert: ein leuchtendes Blau, welches bei den Spätsommer- und Herbstblühern eher selten zu finden ist. Natürlich gilt auch hier, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt. ‘Summer Sorbet’ blüht beispielsweise hell lavendelblau, und die Neuzüchtung ‘Stephi’ besitzt zartrosa Blüten. Dazu gibt es noch Sorten mit panaschiertem Laub wie ‘Summer Sorbet’ mit gelben Blatträndern.

Bartblumen lieben einen geschützten sonnigen Standort und durchlässigen, auf keinen Fall staunassen Boden. Zeitweilige Trockenheit macht ihnen weniger aus als Winternässe. Die graufilzige Behaarung der Blätter schützt vor zu viel Wasserverlust durch Verdunstung. Werden Bartblumen im Kübel kultiviert, eignet sich als Substrat sehr Zitruserde. Im Winter werden die Pflanzen am besten an einen geschützten Platz gestellt und leicht abgedeckt. Die Triebe frieren häufig zurück, nach einem beherzten Rückschnitt im Frühjahr treiben sie aber gut wieder aus, und die Blüten bilden sich vor allem an den jungen Trieben. (Katharina Adams)

Warum aromatische Duftnesseln ein Hit für Mensch und Insekt sind, lesen Sie in der aktuellen g&v.

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