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Christrosen schmücken zur Adventszeit

Sie ist schon etwas ganz Besonderes, die Schnee- oder Christrose, denn mitten in den kältesten und dunkelsten Monaten öffnet sie ihre Blüten. Daher wird sie seit Jahrhunderten als Symbol der Hoffnung verehrt. Das „zarte Blümelein“, dessen Name sich wegen der zeitlichen Nähe zur Geburt Christi bei uns durchgesetzt hat, gehört zur Adventszeit wie Ilex und Tannengrün, meint Katharina Adams.

Christrosen im dekorativen Glastopf. Foto: Heuger

Heimische Helleborus niger wachsen vor allem in Süddeutschland

Die bei uns heimischen Helleborus niger wachsen überwiegend in Süddeutschland und sind in gebirgigen Regionen bis auf Höhen von knapp 2.000 Metern zu finden. Vor allem auf kalkhaltigen Böden im gesamten Alpengebiet bilden sie größere Bestände. Zunächst wurden sie in Klostergärten kultiviert und fanden dort als Heilpflanze Verwendung, später wurden sie zunehmend auch in Bauerngärten gepflanzt.

Wichtig ist allerdings zu wissen, dass die Christrose, die ihren botanischen Namen übrigens aufgrund ihres schwarzen Wurzelstocks erhalten hat und auch unter dem Namen Schwarze Nieswurz bekannt ist, wie eigentlich alle Hahnenfußgewächse giftig ist. Der Saft der Pflanze kann außerdem zu Hautreizungen führen. Dies sollten Sie unbedingt gegenüber Ihren Kunden kommunizieren. Ein Paar schicke Arbeitshandschuhe, die Sie mit anbieten können (und die generell beim Hantieren mit Pflanzen, Erde und Dünger praktisch sind), schützen die Hände wirkungsvoll.

Christrose ist vollkommen winterhart

Als heimische Staude ist die Christrose natürlich vollkommen winterhart und kann im Beet an einem geeigneten Standort im Halbschatten und nährstoffhaltigem, durchlässigem Boden viele Jahre gedeihen. Die kalkliebende Staude reagiert allerdings empfindlich auf niedrige pH-Werte. Zur Adventszeit schmückt die Christrose aber vor allem schöne Gefäße, ob solo, in kleinen Gruppen oder im Zusammenklang mit dekorativen Immergrünen. Vor allem immergrüne kleine Sträucher wie Stechplame (Ilex), Scheinbeere (Gaultheria) oder Skimmie (Skimmia) sind hervorragende Partner im Pflanzgefäß. Ebenso eignen sich die zahlreichen Zwergkoniferen, vor allem wenn größere Kübel bepflanzt werden sollen.

Drinnen ist es Christrosen eigentlich zu warm

Als Zimmerschmuck eignen sich Christrosen nur bedingt, es ist ihnen dort eigentlich zu warm. Für stimmungsvolle weihnachtliche Dekorationen kann man sie trotzdem kurzzeitig hereinnehmen und anschließend wieder nach draußen stellen. (kad)

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