Das Ideenportal für Einzelhandelsgärtner und Floristen.

News

08. 11. 2017

Fachgeschäfte: Anforderungen an Kassensysteme

Neue Anforderungen an Kassensysteme: Auch in den Floristik-Fachgeschäften nimmt der bargeldlose Verkehr zu. Foto: Pixabay

Die Betriebsformen im Blumeneinzelhandel sind sehr unterschiedlich, somit auch die Anforderungen an die Kassensysteme. Wir haben uns erkundigt, wie in der Praxis damit umgegangen wird: Im Blumenfachgeschäft, bei einem Hofladen, einer Floristik-Werkstatt, auf dem Wochenmarkt und bei den Blumengroßmärkten. Spielt überall der bargeldlose Zahlungsverkehr eine zunehmende Rolle? Martin Hein fragte in der Branche nach.

Ein Drittel aller Zahlungen bargeldlos

Kai Jentsch leitet in Bargteheide ein Blumenfachgeschäft und eine Einzelhandelsgärtnerei, er ist Vorsitzender des FDF Schleswig-Holstein. „Für uns waren die zum Beginn des Jahres in Kraft getretenen gesetzlichen Bestimmungen technisch kein Problem, unser Kassensystem erfüllt alle Bedingungen. Ich bin auch überzeugt, dass die Floristen genau wissen, was zu tun ist, das wurde in den meisten Fällen schon im Vorwege von den Steuerberatern geklärt. Allerdings werden die Anforderungen immer größer.

Heute müssen bei einer ‚Prüfung‘ die Belege bis auf die letzten zwei Tage ordnungsgemäß abgelegt sein. Wie soll das gehen, wenn man etwa in Urlaub ist? Bei einer ‚Prüfung‘ können solche ‚Formfehler‘ Schwierigkeiten bereiten, selbst wenn sachlich alles in Ordnung ist. Der bargeldlose Verkehr nimmt zu, das ist ein stetiger Prozess – bei uns macht das etwa ein Drittel aller Zahlungen aus.“

Nur Rechnungen – Floristik-Werkstatt arbeitet ohne Kassensystem

Nicolaus Peters führt sein nunmehr genau 25 Jahren eine Werkstatt für Floristik in Berlin, 2008 war er Deutscher Meister der Floristen: „In meinem Geschäftsmodell läuft alles über Rechnungen, ich benötige keine Kasse. Die Rechnungen werden wöchentlich abgelegt, Kopien davon halte ich im PC fest. Beim Einkauf versuche ich, wenn möglich, bargeldlos zu bezahlen. Was bei einigen Gärtnern auf dem Blumengroßmarkt in Berlin nicht immer geht.

Für solche Fälle führe ich ein Kassenbuch. Es wird von dem einen oder anderen Anbieter durchaus noch gefragt: Mit Beleg oder ohne? Die Einhaltung der Vorschriften ist für mich kein Problem. Möglicherweise ist das in stationären Geschäften mit mehreren Mitarbeitern anders. Allerdings sehe ich bei jüngeren Kollegen, wie souverän der Umgang ist – etwa, wenn Tagesumsätze mit denen des Vorjahres verglichen und aus den Zahlen die entsprechenden Schlüsse gezogen werden.“ (Martin Hein)

Weitere Stimmen, wie Blumengroßmärkte, Floristik- und Blumenfachgeschäfte mit den Anforderungen an Kassensysteme umgehen, lesen Sie in der aktuellen g&v.

Diesen Beitrag
  • weiterleiten
  • drucken

Write new comment

Comments (0)

No comments found!

Klicken und lesen!

E-Paper jetzt lesen!

Jetzt lesen!

 Website: plehn media
© 2017 Haymarket Media GmbH - Alle Rechte vorbehalten -