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FDF legt zweites Papier zum Bürokratie-Abbau vor

Bereits im vergangenen Jahr positionierte sich der FDF-Bundesverband in einem Positionspapier zu den bürokratischen Abläufen und Vorgaben in Betrieben gegenüber der Politik. Seitdem sei laut einer neuen Meldung nicht viel passiert, weshalb der Verband ein 2. Positionspapier vorlegte, mit deutlichen Forderungen zum Bürokratie-Abbau.

Helmut Prinz beim Vier-Augen-Gespräch mit Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag. Foto: FDF

Positionspapier von 2018 angepasst und überarbeitet

Das 2018 vorgelegte Positionspapier des FDF-Bundesverbands, fasste den Druck der bürokratischen Vorgaben auf die Mitgliedsbetriebe für die politische Lobby-Arbeit in Berlin unterstützend zusammen. In der Zwischenzeit hat sich dieser Druck auf die Mitglieder leider noch weiter erhöht, beklagt der Verband. Weitere gesetzliche Vorgaben sind hinzugekommen. Sie behindern eine dynamische Entwicklung im Mittelstand erheblich und wirken dem 2. Bürokratie-Entlastungsgesetz diametral entgegen. Der FDF hat deshalb sein Positionspapier angepasst und überarbeitet.

Gestiegene Dokumentationspflichten und Gesetzes-Vorgaben

Inhaltlich verweist das Positionspapier auf die gestiegenen Dokumentationspflichten und Gesetzes-Vorgaben unter anderem durch das Mutterschutz-Gesetz, die EU-Entsendebescheinigung A1, das Verpackungs-Gesetz und die Gewerbeabfall-Verordnung, die Datenschutzgrundverordnung, die Kassenrichtlinie sowie die Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form.

Verband kritisiert bürokratische Vorgaben

„Noch nie waren die bürokratischen Anforderungen und Dokumentationspflichten umfangreicher als heute!“, heißt es in dem Papier. „Die Entwicklungen lähmen die unternehmerische Dynamik und hemmen Wachstum, Existenzgründungen und -sicherungen sowie Betriebsübernahmen an nachfolgende Generationen!“. Das neue Papier nimmt laut Verbandsangaben FDF-Präsident Helmuth Prinz mit in die regelmäßigen Vier-Augen-Gespräche mit Politikern aller Parteien in Berlin, und es wird den FDF-Landesverbänden für die regionale Lobby-Arbeit zur Verfügung gestellt.

FDF ruft auf, Mitglied im Verband zu werden

Der FDF empfiehlt, das Positionspapier auch den Abgeordneten in den Ländern über Einreichungen an die Länderparlamente zukommen zu lassen. Die wichtige politische Arbeit verbindet der FDF zudem mit dem Appell, dass sich möglichst viele Floristen der berufsständischen Interessenvertretung anschließen sollten. Denn eines sollte Floristen in dieser Branche klar sein: Je mehr Mitglieder im Verband organisiert sind, desto stärker wird der FDF mit seinen Anliegen wahrgenommen. (hlw)