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Filigrane Strukturbildner: Gräser und Bambus

Gräser sind gute Partner sowohl im Beet als auch im Gefäß auf Balkon und Terrasse, wo sie auch als Solitäre eindrucksvolle Akzente setzen können. Letzteres gilt auch für Bambus, sofern es sich um kleinere Arten handelt. Immergrüne Gräser und solche mit dekorativen Samenständen sind auch im Winter attraktiv.

Die silbrigen Blüten und Samenstände des Miscanthus haben einen hohen Zierwert. Foto: Pixabay

Eindrucksvolle Riesen …

Gräser können von ganz unterschiedlicher Gestalt sein. Zu den Riesen gehören Pampasgras (Cortaderia selloana) und Chinaschilf (Miscanthus sinensis), wobei das Pampasgras am besten als Solitär oder vor einem ruhigen dunklen Gehölzhintergrund zur Geltung kommt. Das Chinaschilf bezaubert durch seinen eleganten überhängenden Wuchs und filigrane silbrige, bei einigen Sorten auch ins Rosa gehende Ähren.

Beide Gräser sollten erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden, damit man die fantastische Wirkung auch im Winter bewundern kann. In den letzten Jahren haben die Züchter vermehrt die Gattung Miscanthus bearbeitet, und es sind kompaktere Sorten entstanden, die auch auf Dauer nicht zu groß für den Kübel werden. Hierzu gehören beispielsweise die Sorten ‘Adagio’ mit ganz schmalem Laub und einem ganz schmalen weißen Mittelstrich oder ‘Gold Bar’ mit gelben Querstreifen, die wie mit dem Pinsel hingetupft aussehen.

… und hübsche Zwerge

Von ganz anderer Gestalt sind die Zwerge, die ihren geeigneten Platz in Töpfen und Kästen finden. Hier seien die verschiedenen Kopfgräser (Sesleria) genannt, die durch dichte, je nach Art und Sorte frisch- bis blaugrüne Horste bezaubern, dazu behalten sie auch im Winter ihre Farbe.

Das Gleiche gilt auch für die zahlreichen niedrigen und vor allem wintergrünen Arten des Schwingels (Festuca), zum Beispiel den Blau-Schwingel (Festuca cinerea) mit so zuverlässigen Sorten wie ‘Elijah Blue’ oder ‘Zwergenkönig’. Auch der Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri) ist mit seinem smaragdgrünen Laub ein äußerst dekorativer Vertreter.

Immergrüner Bambus

Auch wenn bei ihm die Stängel verholzen, gehört der Bambus zu den echten Gräsern. Für den Kübel eignen sich vor allem Exemplare der immergrünen Gattung Fargesia, die nicht zum Wuchern neigen. Sehr hübsch ist zum Beispiel die neue Sorte ‘Bambi’, die lediglich 1,5 Meter hoch wird. Nicht viel stärker wächst ‘Volcano’, der sich durch seine dekorativ überhängendes Blattwerk auszeichnet.

Die meisten anderen Sorten werden zwei bis drei Meter hoch und scheiden damit zwar nicht aus für die Kübelkultur, aber sie benötigen ein Gefäß mit einem Volumen von mindestens 50 Litern, um gut zu gedeihen. (Katharina Adams)

Mehr zu Bambus und Gräsern lesen Sie in der September-Ausgabe der g&v.

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