News

Floristik: „Sich hineinzufühlen macht ein attraktives Fachgeschäft aus“

Yvonne und Christian Gaab setzen in ihrem Geschäft „Blumen Gaab“ in Landau eigene Visionen in Floristik um, ohne dabei die Kundenwünsche aus den Augen zu verlieren. g&v Online sprach mit den Unternehmern über Alleinstellungsmerkmale und reklamierende Kunden.

Hochqualitative Hochzeitsfloristik verkörpert nur eines der Alleinstellungsmerkmale von "Blumen Gaab" aus Landau. Foto: Blumen Gaab

Das Team um Yvonne und Christian Gaab. Foto: Blumen Gaab

Was muss ein Fachgeschäft für Floristik heute bieten, um für den Kunden attraktiv zu sein?

Ein Fachgeschäft für Floristik muss – ähnlich wie alle Branchen, die „Gefühle“ und „Stimmungen“ von Kunden bedienen – nicht nur eigene Visionen per fachlichem Know-how und Innovationskraft umsetzen: Es gilt vielmehr, die der Kunden zu verstehen und begreifbar zu machen. Dazu braucht es die Souveränität, eigene Befindlichkeiten hintenan zu stellen wenn nötig aber auch mal konsequent zu sein, wenn man dadurch verhindern kann, dass am Ende die Wirklichkeit enttäuschend ist. Das Können, sich „hineinzufühlen“ macht ein attraktives Fachgeschäft für Floristik aus.

Was würden Sie als Ihr persönliches Alleinstellungsmerkmal bezeichnen?

Als Alleinstellungsmerkmal unseres Unternehmens lässt sich feststellen: Wir sind einfach mit höchster Kompetenz für unsere Kunden da. Und damit sind nicht nur die High-End-Hochzeitsblumenarrangements, die innovativen Kreationen in der Floristik gemeint. Unsere Kunden sind von bodenständig qualitätsbewusst bis hin zu trendbewusst unterwegs. Letztere suchen nach dem Besonderen, dem Einzigartigen, nie Dagewesenem. Die Ersteren möchten unsere souveräne Qualität nicht missen, wenn es um Beratung und Umsetzung geht.

Was hat der Gewinn des TASPO-Awards „Florist des Jahres“ für Sie bewegt?

Durch den Gewinn des TASPO-Awards haben wir sicherlich überregional mehr Aufmerksamkeit bekommen und regional unsere „Marke“ nochmal unterstrichen. Unseren MitarbeiterInnen hat es Auftrieb gegeben, Bestätigung mal nicht nur von uns, sondern auch von FachkollegInnen zu erfahren.

Wie gehen Sie mit besonders anstrengenden Kunden und Reklamationen um?

Unsere Reklamationsquote liegt bei drei Prozent. Das alleine sagt natürlich nicht viel aus, aber wir sind stolz auf ein Team, das es in besonderem Maße beherrscht, unsere KundInnen zu verstehen. Wir legen großen Wert darauf, deren Visionen und Vorstellungen herauszuarbeiten. So als Beispiel einer Reklamation fällt uns spontan die tiefunglückliche Braut ein, die ihren Blumenkranz abholte und bei dessen Anblick förmlich vor unseren Augen „verwelkte“: Ihre Vision haben wir nicht erkannt, sondern sie mit all unserem fachlichen Know-how, Erfahrungswerten und unserem Verständnis von Ästhetik „übersetzt“. Leider falsch! Wie wir damit umgehen ist klar: Schnell und unkompliziert. In diesem Fall durch einen Stuhl, ein Glas Wasser und einem Haarkranz, den die Braut genau so und nicht anders geträumt hat. Ein Haarkranz, den sie stolz präsentierte, postete und niemals vergessen wird. Und den wir so nie gebunden hätten, aber das ist ok: Denn am Ende zählt nur ihr Traum, nicht unserer.

E-Paper jetzt lesen!

Jetzt lesen!