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06. 11. 2017

Frisch aus den Niederlanden

„Bloomon“ liefert keine fertigen Sträuße im üblichen Sinne, sondern Blumenzusammenstellungen. Foto: Bloomon

Die Verbandstagungen des BGI gelten als herausragende Branchenereignisse – so war es auch wieder Anfang September in Essen. Unter den Vorträgen ragten unter anderem die Vorstellung des niederländischen Blumenversenders „Bloomon“ hervor. Beide Aspekte gehen die deutschen Floristen ganz unmittelbar an.

„Bloomon“: Blumenzusammenstellungen direkt an den Endkunden

„Bloomon“ wurde von Joris Van der Els vorgestellt, in Englisch, schließlich ist der 2014 gegründete niederländische Blumenversender eine reine Internet-Schmiede. Das Geschäftsprinzip ist ganz schnell erklärt. Von Holland aus werden unter Ausschluss des Groß- und Importhandels sowie der deutschen Floristen Blumenzusammenstellungen direkt an die Endverbraucher in Deutschland gesandt. Das Ziel ist ein Abo-Geschäft, 2017 soll die Marke von einer Million Aufträgen erreicht werden.

Joris Van der Els argumentierte wie folgt: Ein großer Vorbehalt der Verbraucher beim Kauf von Blumen ist die kurze Haltbarkeit. Der Weg vom Erzeuger über die Floristen oder Supermärkte bis hin in die Vase des Kunden würde fünf bis acht Tage dauern. „Bloomon“ verkürze diese Zeit auf 36 Stunden, da direkt von Erzeugern (immerhin 400) gekauft würde. Floristen, die tagesfrische Ware auf den Blumengroßmärkten kaufen, dürften diesem Frischeargument von „Bloomon“ kaum folgen können.

Keine fertigen Sträuße im üblichen Sinne

Als zweiten Verbrauchervorbehalt definierte Joris Van der Els das „traditionelle Design“. „Bloomon“ liefert keine fertigen Sträuße im üblichen Sinne, sondern Blumenzusammenstellungen, deren Design über das Transportpapier erläutert wird. Wöchentlich gibt es nur einen Typ, der in unterschiedlichen Größen- und Preisklassen angeboten wird. Erstbesteller bekommen eine Vase mitgeliefert.

Der Clou ist natürlich das Abo-Geschäft, jeder Blumengeschäftsinhaber kennt doch den Unterschied zwischen Stamm- und Laufkundschaft! Zumal es ja nicht um einen Blumengruß an die Oma in Bielefeld oder die Freundin in Berlin geht – die Blumen sind für den Eigenverbrauch, man macht sich selbst eine Freude! Das „Bloomon“-Abo kann jederzeit verändert werden, in der Größenordnung oder dem Lieferrhythmus. Die Erfahrung zeigt aber doch: Wer erst einmal ein Abo hat, der kündigt so schnell auch nicht, solange die Lieferungen ihn nicht enttäuschen.

150.000 Fans auf Facebook & Co.

Joris Van der Els sprach von „150.000 Fans in den sozialen Netzwerken“ – das ist ja schon ein netter Kundenstamm. Das niederländische Blumenversandunternehmen hat somit den unmittelbaren Draht zu seinen Kunden, die Nutzerprofile werden der Internet-Schmiede viele Hinweise darauf geben, in welche Richtung der Verbraucherzug gerade fährt. (Martin Hein)

Mehr zur Plattform „Floriday“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der g&v.

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