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Gartenjahr 2018: Gute Saison geht zu Ende

Der Wunsch des Endverbrauchers nach „Grün“ ist ungebrochen: Die IPM Essen geht davon aus, dass sich der Umsatz mit Blumen und Pflanzen, der im vergangenen Jahr 8,6 Milliarden Euro betrug, für 2018 in einem ähnlichen Rahmen wiederholen lässt.

Im April 2018 herrschten zeitweise Lieferengpässe bei Beet- und Balkonpflanzen. Foto: Industrieblick / Fotolia

„Super-Sommer“ und Konsumlaune

Verantwortlich für den anhaltenden Positivtrend zeichnen die ungebremste Konsumlust der Endverbraucher und der „Super-Sommer 2018“. Experten gehen für dieses und das kommende Jahr von einer Konjunkturprognose von 1,8 Prozent aus. Mitverantwortlich für diese Prognose sind getätigte Bauinvestitionen und wie oben erwähnt die anhaltende Konsumbereitschaft im Privatbereich. Deutschland bleibt der Einschätzung nach trotz leichter Schwächen „auf dem Weg in ein goldenes Jahrzehnt“.

Frühjahrsgeschäft findet geballt statt - Lieferengpässe

Nach einem wetter- und somit auch geschäftsmäßig kalten Start in das Jahr zeigte sich der April sehr warm, sodass ein wahrer Ansturm auf Beet- und Balkonpflanzen – auch im Folgemonat – einsetzte. Vereinzelt traten Lieferengpässe auf, die sich auch in den Preisen widerspiegelten. Gerade bei Topfrosen wurden bei den Großmärkten zeitweise größere Lieferengpässe festgestellt.

„Im operativen Geschäft war es nicht einfach, das Ausbleiben der frühen Frühjahrssaison und den hohen Nachholbedarf ab April zu organisieren. Es war eine schwierige Saison, in der die Großhändler als Dienstleister zwischen Produzenten und Einzelhandel stark gefordert waren. Großhändler mit guten Marktkenntnissen und verlässlichen, loyalen Lieferverbindungen konnten sich hier profilieren und zeigen, was sie leisten können“, heißt es in einer Pressemitteilung der Messe Essen.
Künftig müsse sich die Gartenbaubranche auf die Kombination von Hitze, Dürre und Starkregen mit einhergehenden Überschwemmungen einrichten. Eine Herausforderung für Produktion und Handel.

Gartenjahr 2018: Vermarkter zufrieden, Preise stabil

Für die Vermarkter stellt sich die Lage 2018 positiv dar. Landgard, Veiling Rhein-Maas und Royal FloraHolland melden, die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2017 übertroffen zu haben. Die Veiling beispielsweise erzielte im April eine Mengensteigerung von 60 Prozent bei den Topfpflanzen.

Die Preise gestalteten sich beinahe durch die Bank stabil, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Den Preisindizes nach legten Topfpflanzen im April um 2,7 Prozent zu. Baumschulerzeugnisse erzielten sogar 6,3 Prozent höhere Preise. Der Rosenpreis wuchs im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um beinahe ein Drittel an. Der Durchschnittspreis der Top-15-Schnittblumen war um 22 Prozent höher als im Vorjahr, was einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent brachte. Gesamt betrachtet blieb die Produktgruppe allerdings hinter dem Vorjahr zurück.

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