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Herbstzeit ist Pflanzzeit: Frühblüher jetzt ins Beet

Er ist oft das erste, was Besucher wahrnehmen: der Vorgarten. Nicht selten wird er als sogenannte „Visitenkarte des Hauses“ bezeichnet und soll einen Eindruck darüber vermitteln, wie Jemand lebt. Der Garten auf kleinstem Raum vor dem Haus wird so zu einer ersten Begrüßung in Form einer grünen und blühenden Bepflanzung, die noch vor dem Winter in Angriff genommen werden sollte.

Sorgen für einen bunten Start in den Frühling, wenn sie rechtzeitig gepflanzt werden: Frühblüher. Foto: fluwel.de

Ab Mitte Februar sorgen beispielsweise Krokusse für einen freundlichen Empfang vorm Haus. Foto: fluwel.de

Besucher frühlingshaft willkommen heißen

Wer mit einer freundlichen und besonders blumigen Begrüßung seine Gäste im Frühjahr willkommen heißen möchte, sollte bereits jetzt vorsorgen und Blumenzwiebeln und Knollen pflanzen. Mit Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder auch Schneeglöckchen wird der Vorgarten Ihrer Kunden zum ultimativen Blickfang.

Viele frühblühende Zwiebelpflanzen und Knollengewächse benötigen die Winterkälte, um sich optimal für das Frühjahr zu entwickeln. Bis in den Dezember können sie in die Erde gepflanzt werden – je früher, desto besser um Bodenfrost zu vermeiden. Ihren Kunden können Sie folgende grobe Regel mit an die Hand geben: Die Zwiebel kommt in etwa doppelt so tief in die Erde, wie sie dick ist. Dies bedeutet beispielsweise bei Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) und Zierlauch (Allium) ein etwa 20 Zentimeter tiefes Loch. Mit Hilfe einer kleinen Schaufel können die runden „Kraftpakete“ mit der Spitze nach oben in den Boden gesetzt werden.

„Düngen ist nicht nötig, denn qualitativ hochwertige Blumenzwiebeln und Knollen haben im Herbst bereits ausreichend Nährstoffe für ihr Wachstum gespeichert“, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von der Firma Fluwel. „Gute Qualität ist übrigens daran zu erkennen, dass sich die Zwiebeln schön fest anfühlen und keine Verletzungen aufweisen. Zudem gilt: Je dicker, desto größer und schöner die Blüte.“

Lange Freude an der Blüte

Bereits im Februar strecken die ersten Pflanzen ihre Blütenköpfe aus dem Boden, vollkommen unbeeindruckt von Frost und Schnee. Eine entsprechend auf die Blütezeit abgestimmte Auswahl ermöglicht einen monatelangen blühenden Vorgarten – die letzten haben ihren Auftritt sogar noch im Juni.

„Viele Gartenbesitzer verbinden mit dem Frühling hauptsächlich Tulpen und Narzissen“, so van der Veek. „Das ist nicht verwunderlich, denn ihre Farben- und Formenvielfalt ist schlicht beeindruckend: Von einfach bis gefüllt, einfarbig bis mehrfarbig oder auch mit interessanten Mustern. An ihrer Pracht kann man sich gar nicht sattsehen. Doch auch eine Reihe weiterer Zwiebel- und Knollengewächse vertreiben den Winter-Blues und heißen das neue Jahr – sowie uns und unsere Gäste – herzlich willkommen.“

So folgen auf die zierlichen, weißen Schneeglöckchen (Galanthus) und leuchtend gelben Winterlinge (Eranthis hyemalis) weiße, gelbe und violette Krokusse. Neben den sternenförmigen Blüten des Schneestolz (Chionodoxa) kommen die Persische Fritillarie (Fritillaria persica), das Spanische Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica) und der Einblütige Frühlingsstern (Ipheion uniflorum) dazu. Blauen Traubenhyazinthen (Muscari) und Prärielilien (Camassia) runden das frühlingshafte Bild zusammen mit den auffallenden Blütenkugeln des Zierlauchs (Allium) ab.

Kübel statt Beet

Wenn Ihre Kunden über keinen Vorgarten verfügen, können Sie Ihnen empfehlen, alternativ den Vorgarten oder den Eingangsbereich mit bepflanzten Töpfen zu schmücken. Van der Beek: „Einige Zwiebelgewächse machen sich in großen Gefäßen sehr gut, zum Beispiel die rosafarbene Tulpe ‘Janis Joplin‘ oder die kleine Reifrocknarzisse ‘Mary Poppins‘. Aber auch Anemone blanda oder der Siberische Blaustern (Scilla siberica) kommen in Töpfen gut zur Geltung“.

Hierbei ist es wichtig, dass Gieß- und Regenwasser durch ein Loch im Kübel abfließen kann, um so Staunässe zu vermeiden.

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