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10. 11. 2017

Hochzeiter mögen die Blume pur

Rundgebundene Brautsträuße, fast ausschließlich aus dem Werkstoff Blume, liegen in der Hochzeitsfloristik derzeit absolut im Trend. Foto: Blumen Gerber

Hochzeitsfloristik versteht man im Blumenfachgeschäft Gerber (Kirchheim unter Teck) als individuelle Floristik, ganz abgestimmt auf jedes individuelle Brautpaar. Fließender oder rund gebundener Brautstrauß, am Finger tragbar, verschiedenste Formen wie Herz, Trichter oder Zepter – „wir stimmen den Brautschmuck stets auf das jeweilige Brautpaar, den Brauttyp und das Brautkleid ab“, sagt das Team.

„Der aktuelle Trend der Brautsträuße lehnt sich auch an den generellen Trend hin zur Blume an. Die Form ist weitgehend rundgebunden, schlicht, ohne jeglichen Firlefanz. Entweder aus einem Werkstoff wie Rosen ohne Grün und ohne Ranken, ohne alles – oder ganz wiesig in einem Farbthema.“ So fasste Inhaber und Floristmeister David Gerber es kürzlich in einem Interview mit einer Fotografin zusammen.

Wieder hin zu formbestimmten Arbeiten

Dass man in der Hochzeitsfloristik wieder die Blume entdeckt, freut Gerber: „Waren vor Jahren Dekorationen mit Tüchern, Sisal, Reebdraht und Peddigrohr angesagt, so reduziert sich nun alles wieder auf den natürlichen Werkstoff Blumen. Selbst der grüne Werkstoff von Blättern, Ranken und Zweigen ist in den Hintergrund gerückt, immer mehr geht der Trend hin zu ganz blumigen Anordnungen. Für Tisch, Raum und Kirchenschmuck genauso wie auch beim Thema Brautschmuck. Es geht hin zu formbestimmten Arbeiten und weg von den experimentellen Formen, Schlichtheit in Form, Verspieltheit eher in der Blumenvielfalt.“

Brautfloristik ist laut Gerber in erster Linie abhängig von der jeweiligen Braut beziehungsweise dem jeweiligen Brautpaar. Somit muss die Blüte in erster Linie den Charakter und die Anmutung der Braut unterstreichen, ist der Floristmeister überzeugt. Zudem muss die Blüte die Haltbarkeit von 24 Stunden gewährleisten. „Dies lässt sich zwar durch technische und floristische Verarbeitung steigern und bei vielen Blüten gewährleisten, jedoch nicht ganz bei allen“, schränkt er ein. Rosen, Polyantharosen, Orchideen, Lisianthus gehören zu den geeignetsten Blüten. Aber auch eine Vielzahl von botanischen Seltenheiten und Gartenblüten sind verarbeitbar.

Wiesiges und Nostalgisches passt zum Vintage-Stil

Was für ein Braustrauß passt zum aktuell von vielen Hochzeitern bevorzugten Trend zu Spitzenbrautkleidern und zum Vintage-Stil? Laut Gerber ist die verträumte und nostalgische Anmutung mit vielen romantischen Blüten in wiesigen, natürlichen und legeren Gestaltungen möglich, aber auch im nostalgischen Gartenstil. So kann einerseits die florale Dekoration aus beispielsweise Pfingstrosen, gefüllten englischen Rosen, Polyantharosen und Hortensien geschehen oder aus wiesigen Gartenblüten wie Cosmea, Gräsern, Duftnelken, Kamille oder Echinacea. Die Anordnungen seien dann oft locker, leger und ohne Fremdmaterialien – beispielsweise locker in Gläser geordnet, auch in verschiedenen Größen, ganz nach dem Zufallsprinzip. (Katrin Klawitter)

Mehr zum Thema Hochzeitsfloristik lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der g&v.

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