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Hochzeitsmessen: Als Florist die Bühne für sich nutzen

Lohnen sich Hochzeitsmessen noch für Floristen? Nicht nur in Facebookforen ist das ein heiß diskutiertes Thema. Zu viel Aufwand für nichts? Vorüberlegungen, Aufbau, Messeauftritt und danach – g&v begleitete die junge Floristmeisterin Friederike Paul zur „Fest versprochen“, einer neuen Hochzeitsmesse in Stuttgart. Von Nadine Quist

Stand für die Hochzeitsmesse: Floristik und Papeterie müssen vor dem Traubogen aufgebaut werden. Foto: privat

Regionale Sichtbarkeit für Fachgeschäfte

Friederike Paul war zum zweiten Mal auf der „Fest versprochen“ mit einem Stand vertreten. Sie hat sich im Januar 2017 mit „Wildflower“, einer Werkstatt für Eventfloristik, selbstständig gemacht. Ohne Laden-
geschäft ist neben Empfehlungen der Onlineauftritt unverzichtbar, um gefunden zu werden. Darum unterhält sie neben ihrer Webseite regelmäßig aktualisierte Accounts auf Facebook, Instagram und Pinterest. Durch diese Aktivitäten kommen mittlerweile sogar schon Anfragen aus dem Ausland. Regionale Sichtbarkeit erreicht man ohne Ladengeschäft allerdings schwer.
 
Aktionen wie Workshops auf Events in der Umgebung steigern zwar die Bekanntheit, aber der Vorteil einer Hochzeitsmesse besteht natürlich ganz klar darin, dass dort die Zielgruppe geballt an einem Ort auf der Suche ist. Auf der Suche nach dem perfekten Dienstleister.

So finden Brautpaare Dienstleister aus der Umgebung

Längst ist es nicht mehr die Turnhalle oder das Stammlokal, das für die Feier ausgesucht wird, und auch der Florist muss nicht derjenige um die Ecke sein. Paare im heiratswilligen Alter haben im Alltag oft nicht mehr den Bezug zum Floristen nebenan. Auf der „Fest versprochen“ finden Stuttgarter Brautpaare Dienst-leister aus Stuttgart und der direkten Umgebung.

Friederike Paul war eine von drei Floristen unter den rund 80 Ausstellern im Januar dieses Jahres. Ihr Ziel: An den beiden Messetagen die Lücken im diesjährigen Auftragskalender auffüllen, alte Kontakte mit anderen Dienstleistern pflegen und neue generieren.

Wie spreche ich Kunden auf der Hochzeitsmesse an?

Wie schon 2017 teilte sie sich ihren Messestand mit Joana Kretzer, die sich mit „Blitz und Bleistift“ auf
gezeichnete Illustrationen für verschiedene Anlässe spezialisiert hat. Wer die Kosten und die Arbeit nicht alleine stemmen kann oder will, ist mit solch einer Partnerschaft gut beraten. Gerade bei Hochzeiten sind es schließlich viele verschiedene Dienstleister, die mehr oder weniger Hand in Hand zusammenarbeiten.

Die beiden Freundinnen waren sich bei der gemeinsamen Ideenfindung bezüglich der Gestaltung des Messeauftritts schnell einig: Einen lockeren Aufbau auf verschieden großen Säulen zogen die beiden einer – typischen und naheliegenden – Präsentation auf einem Tisch vor. Aus gutem Grund: Es sollte
keine Barriere zwischen den Ausstellerinnen und der potenziellen Kundschaft entstehen. Nahbar sein ist nicht nur im Ladengeschäft und auf der Internetpräsenz sehr wichtig! Ebenfalls ermöglichten die Säulen eine klare Trennung der beiden Unternehmen.

Vor dem Traubogen Papeterie und Floristik aufbauen

Vor einem Traubogen sollte jeweils die Papeterie links und die Floristik rechts aufgebaut werden, professionell gedruckte Logoschilder, gut sichtbar am Traubogen angebracht, die Trennung noch einmal verdeutlichen, das gemeinsame Farbthema und der symmetrische Aufbau für ein harmonisches Bild sorgen. Der Trend „Urban Jungle“ sollte die Floristik und die Standdekoration dominieren. Dunkles Grün in Form von großen Monstera und Palmblättern standen hierbei im Kontrast zu Pastelltönen.

Was die konkrete Blumenauswahl und die zu zeigenden Werkstückarten anging, ließ sich Friederike Paul Freiraum. Die grobe Richtung, die Bräute bei Gesprächen für 2018 anfragten, wollte sie zeigen. Die konkrete Ausführung entschied sich erst nach dem Großmarktbesuch in der Woche vor der Messe. Inklusive Werbematerial, handwerklichen Vorbereitungen und dem Bespielen der Onlinekanäle nahmen die Vorbereitungen insgesamt etwa 35 bis 40 Stunden in Anspruch.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der April-Ausgabe der g&v.

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