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Hosta – elegante „Herzblätter“

Den deutschen Namen Funkie verwendet heute niemand mehr, manchmal wird sie noch Herzblattlilie genannt, dafür hat sich ihr botanischer Name auch bei uns durchgesetzt: Hosta. Die asiatische Schönheit hat längst die westliche Welt erobert und ist eine beliebte Blattschmuckstaude nicht nur für den Garten. Auch als Kübelpflanze ist sie eine wahre Augenweide, findet Katharina Adams.

Blätter stehen bei der Hosta im Vordergrund

Während die meisten Stauden (und auch Einjährigen) vor allem wegen ihrer Blüten kultiviert werden und Blattschmuckpflanzen höchstens als grünes Beiwerk im Vorder- oder Hintergrund eingesetzt werden, stehen bei der Hosta die Blätter im Vordergrund. Aus den etwa 40 Arten, die in einem Gebiet von Nordrussland bis Korea ihre Heimat haben, sind inzwischen Tausende von Sorten gezüchtet worden. Auch in ihren Heimatländern wurde die Hosta schon gärtnerisch verwendet – und bereits früh entstanden die ersten Züchtungen.

Zu uns kamen die ersten Pflanzen durch den Würzburger Arzt und Naturforscher Philipp Franz von Siebold, der sich im frühen 19. Jahrhundert in Japan aufhielt. So erhielten zwei Arten auch ihre Namen: Hosta sieboldiana und Hosta sieboldii. Zusammen mit einer Handvoll weiterer Arten bilden sie die Basis für die heutige, schier unüberschaubare Fülle an Sorten.

„Herzige“ Grundform der Blätter bei vielen Sorten nur noch zu erahnen

Das Besondere an Hosta ist ihre unglaubliche Variabilität, was Blattfarben und Blattzeichnung betrifft. Sehr viele Sorten besitzen panaschiertes Laub, aber nicht einfach nur solche mit gelb oder weiß umrandeten Blättern (die gibt es natürlich auch in großer Fülle – und auch sie sind sehr attraktiv), sondern Kunstwerke mit Streifen und wie mit dem Pinsel gemalten Mustern, manchmal sogar dreifarbig.

Manche der einfarbigen Sorten wirken wie mit Wachs überzogen, andere beeindrucken durch ihre besonders plastischen Blattnerven. Die „herzige“ Grundform der Blätter ist bei vielen Sorten nur noch zu erahnen. Es gibt solche mit fast lanzenförmigen Blättern, bei anderen könnte man eher von einer Löffelform sprechen.

Von zwergigen Hosta bis hin zu echten Riesen

Auch bei der Größe ist die Bandbreite beachtlich. Zwergige Hosta wie die Sorten der „Mouse Ear“-Gruppe besitzen Blätter nicht größer als ein Kaffeelöffel. Es gibt aber auch echte Riesen mit tellergroßen Blättern, etwa die Sorten ‘Blue Angel’ und ‘Empress Wu’. Beide haben einfarbiges blaugrünes Laub, letztere wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Die meisten Sorten finden sich allerdings im Bereich von 30 bis 70 Zentimetern Wuchshöhe, und sie eignen sich sowohl für die Verwendung im Garten als auch im Kübel.

Mehr zu der beliebten Blattschmuckstaude lesen Sie in der g&v 4/2019, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.