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IG BAU fordert faire Ausbildungsbedingungen in der Floristik

Anlässlich des anstehenden Valentinstages hat sich die Agrargewerkschaft IG BAU für eine Anpassung der Ausbildungsbedingungen in der Floristik ausgesprochen und fordert fairere Bedingungen für Nachwuchskräfte.

Der Agrarverband IG BAU sprach sich in einer Meldung für fairere Ausbildungsbedingugen in der Floristik aus. Foto: Анастасия Гепп / Pixabay

Situation für Auszubildende im Osten sei Trauerspiel

Blumensträuße am Valentinstag sind jedes Jahr wieder beliebte Geschenkeklassiker für liebe Menschen, daher haben Floristen gerade um den 14. Februar herum ganz besonders viel zu tun und können sich vor Aufträgen kaum retten. Genau diesen Tag hat die Agrargewerkschaft IG BAU zum Anlass genommen, um in einer Pressemitteilung auf fairere Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte in der Branche aufmerksam zu machen. Insbesondere die Situation für Auszubildende im Osten der Bundesrepublik sein hierbei ein Trauerspiel und müsse umgehend verbessert werden, so der Verband.

„Dumpingbedingungen lassen sich Jugendliche nicht mehr bieten“

„Die Aussicht auf eine Arbeit mit schönen Blumen allein sichert noch keinen Nachwuchs. Wer Experten für die Floristik gewinnen will, muss die Ausbildung nach heute üblichen Standards garantieren. Dumpingbedingungen lassen sich Jugendliche in keiner Branche mehr bieten. Sie bleiben dann einfach weg“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum und fordert ein schnelles Umdenken der Betriebe.

Ausbildungsbedingungen im Osten unter gesetzlichem Mindeststandard

„Vor allem die Arbeitgeber im Osten müssen schnellstens umdenken. Inzwischen hat der Gesetzgeber erkannt, dass Auszubildende Mindestausbildungsbedingungen brauchen und diese geregelt. Doch für die KollegInnen in der Ost-Floristik gelten sie nicht. Hier liegen die tariflich geregelten Ausbildungsvergütungen noch immer unter dem gesetzlichen Mindeststandard. Bei einer Anpassung nach oben stehen die Arbeitgeber weiter auf der Bremse. Das ist ein Unding und belastet das Image der gesamten Branchen – auch das der Betriebe im Westen“, so Schaum weiter. Der Zukunftsfrage Aus- und Weiterbildung widmete sich auch die g&v-Ausgabe 11/2019 mit dem Thema des Monats. Fachredakteur Martin Hein stellte unter anderem die These auf, dass „Wenn die Ausbildung mehr bietet als das Übliche, dann wächst auch das Interesse.“ (Seite 44).

Mehr zur Aus- und Weiterbildung lesen Sie in unserem „Thema des Monats: Aus- und Weiterbildung“ in g&v 11/2019, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.