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Interview: „Egal, was ich tue, ich bin und bleibe Florist“

Im neuen Jahr geht Floraldesigner Björn Kroner-Salié neue Wege und verabschiedet sich vom alten Image. Mit uns sprach er über seine zukünftigen Ziele und Pläne für eine künftige Neuausrichtung.

Björn Kroner-Salié richtet sich als Floraldesigner neu aus. Foto: Iris Jachertz

Björn, Du gabst auf der IPM im g&v CreativCenter Inspirationen zum Thema „Tischkultur“. Dieses Thema scheint eine Herzensangelegenheit zu sein?

Ja, bereits seit ein paar Jahren habe ich die Ehre, Markenbotschafter für die Porzellanmanufaktur Fürstenberg zu sein. In meinem ersten Buch „Tischkultur“, das ich im Callwey Verlag herausgegeben habe, zeige ich zum Beispiel über 20 spektakuläre Tischdekorationen für jeden Anlass und jeden Geldbeutel.

Damit aber nicht genug. Zusammen mit Deinem Mann und dem Callwey Verlag hast Du den DINEUS Award ins Leben gerufen, der Anfang Februar auf der Ambiente Messe erstmals und in 33 Kategorien verliehen wurde.

Genau, mein Mann und ich haben das Projekt gemeinsam initiiert und sind die beiden Herausgeber. Der DINEUS würdigt herausragende Leistungen im Bereich der Tableware-Branche. Es geht uns darum, den gedeckten Tisch als besonderen Ort der Lebensfreude und Kommunikation wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Bedeutet Zuwendung zur Tableware gleichzeitig die Abkehr von der Floristik?

Ganz sicher nicht! Aber ich bin dabei, mich völlig neu aufzustellen. So habe ich mich zum Beispiel von „Fleurops Jungen Wilden“ verabschiedet. Es wird Zeit für etwas Neues. Wohin die Reise konkret geht, ist noch offen, aber genau darum geht es ja: Ich will mich ausprobieren und schauen, wohin ich mit Blumen noch so komme. Die Tischkultur ist ein neues Thema, das mich fasziniert. Passend dazu kommt in diesem Jahr meine WDR-Serie „Lecker Garten“, die ab dem Sommer ausgestrahlt wird. Das ist alles sehr spannend. Bücher, Fernsehen, Preise, ich bin froh, dass ich mittlerweile von einem professionellen Management begleitet werde.

Ich habe keine Zweifel, dass das nicht gelingen wird. Ein tolles Zeichen für die Branche, die dadurch Aufmerksamkeit bekommt!

Egal, was ich tue, ich bin und bleibe Florist. Wenn ich zeigen kann, was das alles bedeuten kann und dafür tatsächlich eine große Öffentlichkeit bekomme, dann macht mich das auch stolz, weil es mir möglich wird, für unseren schönen Beruf zu werben. Beim WDR bezeichnet man mich gerne als „Schönmacher“, das schließt den Floristen ein und meint gleichzeitig so viel mehr. Und das ist genau das, was ich möchte.
(Iris Jachertz)

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