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Keine Aludrahtschnecken in Blumensträußen

Stephan Triebe wird Deutschland bei der Weltmeisterschaft der Floristen im März 2019 vertreten. Der 29-jährige lebt und arbeitet aktuell in Hamburg. Seine Lieblingsblumen sind Nieswurz, Iris und die persische Fritillarie. Sonnenblumen mag er hingegen nicht, genauso wenig wie Aludrahtschnecken in Blumensträußen.

Bereits mit 14 Jahren hat Stephan Triebe sein erstes Floristik-Seminar besucht. Foto: Christian Mannsbart

Mit 14 Jahren zum Floristik-Seminar

Stephan Triebe wurde am 27. Februar 1989 in Naumburg geboren und wollte schon immer Florist werden. Er half schon während seiner Schulzeit in verschiedenen Blumenfachgeschäften aus, um sein Taschengeld aufzubessern. Mit 14 bekam er von seinen Eltern ein Floristik-Seminar geschenkt, danach war dann endgültig alles klar: Nach dem Abitur im Jahr 2007 begann er seine Ausbildung bei Gregor Lersch, einem international erfolgreichen Floristen, dessen Fachbücher unter Kennern als Standartwerke gelten.

Er beendete die Ausbildung mit Auszeichnung und arbeitete danach in verschiedenen Blumenfachgeschäften bundesweit bis er sich entschloss, die Meisterschule der Fachschule für Floristik in Straubing zu besuchen. Auch hier schloss er als Prüfungsbester ab und zog darauf nach Hamburg. Hier ist er seither als Floristmeister im Blumenfachgeschäft „Himmel
und Erde“ in Hamburg-Uhlenhorst angestellt.

Stephan Triebe: „Blumen begleiten Menschen“

Stephan Triebe ist ein Ausnahmetalent der Floristik und wahrlich verliebt in seinen Beruf. „Blumen begleiten den Menschen von seiner Geburt bis zum Tod. Sie zaubern den Menschen ein Lächeln ins Gesicht, trösten in schweren Zeiten und erfreuen zu so vielen Gelegenheiten. Dabei ist keine wie die andere und jede einzelne vergänglich. Blumen sind einfach pure Magie – mit ihnen arbeiten zu dürfen ist deswegen ein ganz großes Glück.“ sagt der 29-jährige über sein tägliches Arbeitsmaterial. Man spürt seine Leidenschaft für den Beruf und seine Lust darauf, immer neue Kreationen auszuprobieren.

Die floristische Handschrift

Stephan Triebe hat seinen eigenen Floristik-Stil gefunden. Er arbeitet am liebsten mit auffälligen Werkstoff- und Farbkombinationen sowie ausdrucksstarken und charakteristischen Blüten. Sein Ziel ist es, den Betrachter seiner Designs zu animieren, ein zweites und drittes Mal hinzuschauen und dabei wieder ein neues Detail zu entdecken. Dafür verwendet er auch gerne Fundstücke von Flohmärkten oder einfache Naturmaterialien, die er am Wegesrand findet.

Als seine größte Stütze bezeichnet Stephan Triebe seine Familie und seine Freundin. Beide halten ihm den Rücken frei, unterstützten ihn wo sie nur können und fiebern genauso wie er selbst dem größten Wettbewerb seiner Karriere entgegen. Ganz fest drückt ihm außerdem die Fleurop AG die Daumen. Das mehr als 100 Jahre alte Traditionsunternehmen richtete zuletzt die Weltmeisterschaft der Floristen 2015 in Berlin aus und will ihm helfen, den Titel nach mehr als 30 Jahren wieder nach Deutschland zu holen. Zum einen mit finanzieller Unterstützung, zum anderen durch Coaching, beispielsweise mit Klaus Wagener, dem bisher einzigen Deutschen, der die Weltmeisterschaft der Floristen im Jahr 1985 gewinnen konnte.

Darüber hinaus gilt Triebes Dank vielen weiteren Freunden und Weggefährten, die in vielerlei Hinsicht zu seinem großen Ziel beitragen. Sei es das Team vom „Himmel und Erde“ in Hamburg, das ihm zeitliche Freiräume für die intensive Vorbereitung einräumt, oder all diejenigen, die sich schon im Rahmen eines Crowdfundings an seinem großen Vorhaben beteiligt haben.

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