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Koniferen  – alles, aber nicht langweilig

Nadelgehölze werden zusammen mit anderen Immergrünen gerne verwendet, um dauerhafte Strukturen zu erzeugen, sozusagen ein Gerüst oder einen grünen Rahmen für all die anderen Pflanzen, die sich je nach Jahreszeit immer wieder ganz anders präsentieren. Viele Zwergkoniferen haben aber durch ihren besonderen Wuchs oder ein attraktives Nadelkleid auch das Zeug zum Solitär im Topf.

Tanzende Zweigspitzen stehen bei Thuja ‘Sugar & Spice’ in reizvollem Kontrast zum strengen Säulenwuchs. Foto: Plantipp

Viele Zwergkoniferen genau genommen keine echten Zwerge

Viele der als Zwergkoniferen verkauften Sorten sind genau genommen keine echten Zwerge. Sie können durchaus drei bis fünf Meter hoch werden, allerdings erst nach vielen Jahrzehnten. Denn sie wachsen extrem langsam und können entsprechend viele Jahre im Topf oder Kübel bleiben, ohne dass es ihnen darin zu eng wird. Im Vergleich zu ihren bis zu 30 Meter hohen Stammformen sind sie natürlich trotzdem Zwerge.

Koniferen neigen viel stärker als andere Gehölze dazu, Mutationen an Teilen ihrer Zweige auszubilden. Und sehr oft handelt es sich bei diesen Mutationen um Kleinwüchsigkeit, was sich darin zeigt, dass die Abstände zwischen den Wachstumsknoten – man spricht hierbei von Internodien – viel geringer sind. Solche Mutationen werden als Hexenbesen bezeichnet.

(Zwerg-)Mutationen generell bei allen Koniferen möglich

Generell sind (Zwerg-)Mutationen bei allen Koniferen möglich, besonders häufig werden sie aber bei den Gattungen entdeckt, die in großen Stückzahlen produziert werden, zum Beispiel als Heckengehölz. Ein Beispiel hierfür ist der Lebensbaum (Thuja), von dem es unzählige Sorten gibt, die meistens für Heckenpflanzungen verwendet werden, etwa die wohl jedem bekannte ‘Smaragd’.

Während diese Sorte spitzkegelig wächst, fällt die Neuzüchtung Thuja occidentalis ‘Totem Smaragd’ durch einen länglich eiförmigen Wuchs auf, der zudem besonders dicht und gleichmäßig ist. Dazu besitzt ‘Totem Smaragd’ sehr feine, weiche Nadeln und erstrahlt in einem satten leuchtenden Grün. Sie kommt sowohl mit Sonne als auch Schatten zurecht, wichtig ist aber eine gute und gleichmäßige Wasserversorgung.

Kein Zwerg, aber durchaus kübeltauglich: Thuja plicata ‘Sugar & Spice’

Von ganz anderem Aussehen ist ‘Sugar & Spice’, die zu Thuja plicata gezählt wird. Sie fällt durch einen lockeren Wuchs auf, die frischgrün benadelten Zweige machen einen fedrigen Eindruck. Mit einer Endhöhe von drei Metern (die aber erst nach vielen Jahren erreicht wird), ist die Sorte kein Zwerg, aber wegen ihres schmalen Wuchses durchaus kübeltauglich. Und zudem ist sie sehr schnittverträglich und kann bei Bedarf auf die gewünschte Größe gestutzt werden. (Katharina Adams)

Mehr zu Zwergkoniferen lesen Sie in unserer Rubrik „Grünzone Pflanzen“ in der g&v 9/2019, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.