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03. 11. 2017

Marktbericht: Viel Bewegung im Markt

Trotz stabilen Erzeugerpreisen gerät das Geschäft von Floristen und Großmärkten vor Ort immer mehr in den Hintergrund. Foto: Pixabay

Die früh, schon Ende August begonnene Herbstsaison erfuhr durch Sonnenphasen und spätsommerliche Temperaturen ab Mitte September eine positive Weiterführung. Auf den Blumengroßmärkten wird von stabilen Erzeugerpreisen gesprochen, die Umsätze stellen zufrieden – und doch beobachtet man dort mit Sorge, dass immer mehr Geschäft an den Floristen vorbeiläuft.

Umsätze zufriedenstellend

„Die Umsätze waren gut”, zitiert Klaus Bengtsson den Hamburger Wochenmarkthändler Stefan Haecks. Für den Geschäftsführer Marketing des BGM Hamburg sind die Ergebnisse auf den Wochenmärkten ein wichtiger Indikator für den Verlauf einer Herbstsaison. Chysanthemen, Callunen, Cyclamen, Herbstzauber – das sind typische Wochenmarktprodukte, viele großstädtische Blumenfachgeschäfte setzen damit keine Schwerpunkte. 

Dabei sind die oben genannten Produktgruppen „schon gleich zu Beginn der Herbstsaison gut gelaufen”, bestätigt Hans-Georg Biller vom BGM Mannheim die Markteinschätzung aus Hamburg. Ähnliches hat im Westen Peter-René Hecker, Geschäftsführer des BGM in Düsseldorf, beobachtet: „Cyclamen sind schon gleich zum Saisonanfang besser gelaufen als im Vorjahreszeitraum. Auch die Callunen-Sortimente werden immer vielseitiger.” Aufgrund des starken Exports insbesondere nach Skandinavien (dort sind Callunen bevorzugt auch Indoor-Produkte) seien „die ersten Betriebe am Niederrhein schon ausverkauft und leer geräumt“ gewesen, noch bevor „die Friedhofsgärtner und unsere anderen BGM-Kunden mit den Pflanzungen begannen”.

Stabile Erzeugerpreise

Für Hamburg im Norden spricht Klaus Bengtsson von Preisstabilität, für Stuttgart im Süden bestätigt BGM-Geschäftsführer Gert Hieber ebenfalls „stabile Erzeugerpreise“. Dies gilt auch für Produkte, ohne die ein Blumenfachgeschäft im Herbst nicht auskommt. Dazu zählen Kürbisse, die gleich zu Beginn der Saison auf dem Blumengroßmarkt Mannheim als Mixkiste mit 20 bis 30 Stück für gerade einmal 5,00 Euro angeboten wurden. Auch auf dem BGM Düsseldorf lag der Preis solcher Mixkisten bei 5,00 Euro – ein Hinweis darauf, dass im Süden wie im Westen auf den BGM knapp kalkuliert wird.

Keine konkreten Preise, aber die Wettbewerbssituation der Floristen war Thema auf einer Sitzung der „Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte” (VDB) im September in Frankfurt am Main. Gewählt wurde dort auch ein neuer Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzt: Felix Glück (Karlsruhe), Gert Hieber (Stuttgart), Hans-Georg Biller (Mannheim) und Raimund Korbmacher (Köln), der als Vorsitzender des Vorstandes fungiert.

Neue Konzepte aufgreifen

„Immer mehr Geschäft fließt an den deutschen Floristen vorbei”, meint Raimund Korbmacher mit Hinweis auf die VDB-Diskussionen. Er bezieht sich dabei unter anderem auf den Online-Blumenversender „Bloomon”, der sich von den Niederlanden aus direkt im Abo-Geschäft an den deutschen Endverbraucher wendet. (Martin Hein)

Den kompletten Marktbericht der Blumengroßmärkte lesen Sie in der aktuellen Novemver-Ausgabe der g&v.

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