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Michael Pellegrino: Torontos Starflorist

Seit 22 Jahren betreibt Michael Pellegrino gemeinsam mit seinem Geschäfts- und Lebenspartner Shawn Gibson das Blumengeschäft Teatro Verde in Toronto – mit großem Erfolg. Sogar Lady Gaga hat schon angeklopft.

Michael Pellegrinos Floristik findet in der kanadischen Metropole Toronto viele vermögende Abnehmer. Foto: Pixabay

Gefragte Floristik: 70 Daueraufträge pro Woche

„Manchmal fühle ich mich wie der Koch in einem Schnellimbiss“, erzählt Pellegrino einem Journalisten des Toronto Star. 70 Daueraufträge bearbeitet er jede Woche. Unter den Kunden befindet sich auch die Hotelkette Four Sesaons, das Hazeltons oder auch Edel-Restaurants wie das Sotto und La Société.

Sogar Lady Gaga hat schon angefragt und sich einen Strauß mit Celosia auf ihr Hotelzimmer bestellt. Mit diesem ließ sich der Popstar sogar fotografieren. Das Foto wanderte prompt auf den Gaga-Instagram-Account. Eine werbewirksame Aktion für das Teatro Verde, immerhin zählt der Social Media Auftritt der Ikone über 30 Millionen Follower.

Jeden Tag frische Blumen vom Markt

485 verschiedene Händler versorgen Pellegrino mit den nötigen Blumen und Pflanzen, trotzdem geht der Florist jeden Tag auf den Markt, um nach frischer Ware Ausschau zu halten. Den Stil der floralen Arrangements, die Pellegrino täglich schafft, beschreibt sein Lebensgefährte: „Unglaublich, ohne Schnick Schnack; im Mittelpunkt steht eine Aussage, klare Strukturen unterstützen sie sowie eine gewisse Reinheit.“

Floristik in Ontario: Schnittblumen- vs. Cannabisanbau

Zu einem wahrhaften Rivalen der Floristik im Gebiet Ontario, in dem auch Toronto liegt, hat sich der Anbau von Cannabis entwickelt. Viele Schnittblumenproduzenten verkaufen ihre Produktionsstätten oder satteln auf den Anbau des Opiats um, da hier schlicht und ergreifend mehr Erlöse winken. Ab Mitte Oktober wird Canada die zweite Nation und der erste G7-Staat, der den Verkauf und den Konsum von Marihuana offiziell erlaubt.

Pellegrino schätzt, dass sich ungefähr 20 Prozent seiner Lieferanten bisher zu diesem Schritt entschieden haben. Für den Floristen bedeutet diese Entwicklung, dass er oft nicht uneingeschränkt auf frische Blumen und Pflanzen zugreifen kann, da sie beispielsweise aus Ecuador importiert werden müssen.

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