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Muttertag: Großhandel mit deutlichem Umsatzplus

Daumen nach oben für den Muttertag: Bis zu 30 Prozent mehr Umsatz konnte der Großhandel gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Besonders gut lief vor allem das Geschäft mit Schnittblumen, wie eine Blitzumfrage des BGI (Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels) unter seinen Mitgliedern ergeben hat.

Rosen, unter anderem in Rosa-Tönen, waren auch zum diesjährigen Muttertag das Top-Produkt im Blumengroßhandel. Foto: Pixabay

Für hochwertige Schnittblumen bezahlen Kunden auch mehr

Besonders gefragt waren zum diesjährigen Muttertag demnach hochwertige Produkte wie großblumige Rosen, besondere Pfingstrosen, Hortensien und Exotisches. Top-Produkt blieben Rosen vor Päonien, beliebt waren darüber hinaus laut BGI auch Gerbera, Germini, Eustoma sowie die ersten Sommerschnittblumen. Typischer Frühjahrsschnitt wie Freesien und Tulpen spielte im Großhandel dagegen nur eine Nebenrolle.

Als Bestseller erwiesen sich in diesem Jahr der Umfrage zufolge hochwertige gemischte Blumensträuße, für die Kunden gerne auch tiefer in die Tasche griffen. „Die Verbraucher waren durchaus bereit in das besondere, wertschätzende Blumengeschenk mehr zu investieren, dabei musste es sich aber deutlich vom Standard-Blumenstrauß im LEH und Discount unterscheiden“, brachte es ein BGI-Mitglied auf den Punkt.

Immer mehr „späte“ Kundschaft

Willens, mehr Geld als der durchschnittliche Käufer auszugeben, war der Umfrage zufolge auch die sogenannte „späte“ Kundschaft, die ihr hochwertiges Blumengeschenk zum Muttertag oftmals erst auf den letzten Drücker erwarb. Besonders von den „Last-Minute-Käufern“ und überwiegend jungen Gelegenheitskunden profitieren konnten insbesondere Geschäfte, die auch am Sonntag geöffnet haben – etwa in Bahnhofslagen, wie einer der vom BGI befragten Großhändler angab.

Generell setzt sich die Tendenz zum späten Einkauf fort – bei den Verbrauchern generell wie auch in Blumenfachgeschäften. Laut der aktuellen Umfrage zum Muttertagsgeschäft „wird weniger vorbestellt und spontan aus einem vorhandenen Sortiment gekauft. Das Wetter und die Preisentwicklung werden abgewartet“, erklärt der BGI.

Muttertag bleibt verlässlicher Umsatzbringer im Großhandel

Das wiederum führe im Großhandel zu besonderen Arbeitsspitzen zum Wochenende und erfordere eine besonders gute Planung in Bezug auf Sortimente und Manpower. „Produkte in sinnvoller Menge und in dem Sortiment bereitzustellen wie der Kunde es sich wünscht, ist manchmal ein wenig wie ein Blick in die Glaskugel. Dabei müssen wir den Kostendruck im Auge behalten und der vorhandene Mitarbeiterstamm bietet oft keine Puffer“, resümiert ein Händler.

Dennoch, so das Fazit der BGI-Umfrage, bleibt der Muttertag „allen Unkenrufen und der großen Konkurrenz zum Trotz“ ein verlässlicher Umsatzbringer. So stiegen die Verkaufserlöse bei den Großhändlern den Angaben zufolge durchweg um 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, selbst das Nachordergeschäft lag zwischen 15 und 20 Prozent höher.

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