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Neuaufstellung des FDF Bayern: „Ein Verband muss in die Zukunft blicken“

Im Zuge des Projekts FDF 2025 entwickelte der Landesverband Bayern Konzepte für eine zukunftsorientierte Ausrichtung, um den gesunkenen Teilnehmerzahlen in den vergangen Jahren entgegen zu wirken. Aufgrund der mangelnden Auslastung des Seminarzentrums im Rosenschloss in Gundelfingen, wird es künftig einige Veränderungen geben.

Das Rosenschloss Schlachtegg bot als Seminarzentrum Platz für zahlreiche Veranstaltungen des FDF Landesverbandes Bayern. Foto: FDF Bayern

Alle Branchen von der Entwicklung betroffen

Das Präsidium des FDF Landesverbandes Bayern hat sich nach intensiven Beratungen dazu entschlossen, dass Rosenschloss in Gundelfingen zu verkaufen. Durch den zeitnahen Ablauf der Zweckbindung der öffentlichen Fördermittel wurde die Entscheidung laut dem FDF erleichtert. „Der Rückgang an Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist nicht überraschend, sondern wurde bereits in den letzten Jahren immer wieder beobachtet“, erklärt Geschäftsführerin Barbara Storb auf unsere Nachfrage hin.

„Nach einem ursprünglichen erfolgreichen Start des Veranstaltungsangebots in den 90er Jahren, war die anschließende Euro-Umstellung eine enorme Veränderung für die Floristen. Die Nachfrage sank. Auch der demographische Wandel stellt eine wesentliche Ursache dar.“

So spitzte sich die Entwicklung, von der nicht nur Floristen betroffen sind, im vergangenen Jahr besonders dramatisch zu. Viele Branchen haben einen Fachkräftemangel zu verzeichnen, was sich beispielsweise in veränderten Öffnungszeiten bis hin zu Geschäftsauflösungen äußert. „Dabei handelt es sich letztlich um eine unaufhaltsame Entwicklung der Zeit“, führt Storb weiter fort. „Während die 90er Jahre der perfekte Zeitpunkt waren, um das Bildungszentrum in Gundelfingen aufzubauen, haben wir im vergangenen Jahr verstärkt überlegt, was wir tun können, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Ein Verband muss in die Zukunft blicken.“

Geplante FDF-Veranstaltungen 2019 finden statt

Der FDF Bayern plant, auch weiterhin die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Im Rosenschloss wurden bislang zahlreiche Floristik-Seminare für Teilnehmer aus dem In- und Ausland veranstaltet. Neben der Nutzung als Event-Location für kulturelle, gesellschaftliche, geschäftliche und private Veranstaltungen, beinhaltet das Schloss seit diesem Jahr auch ein Sonntagscafé.

Wie es mit dem Rosenschluss weitergeht, ist derzeit unklar. „Es gibt keinen zeitlichen Rahmen. Ich bin seit rund 35 Jahren Geschäftsführerin des Verbandes, in ihm steckt mein ganzes Herzblut. Uns ist es vor allem wichtig, dass es eine gute Lösung gibt. Alle Veranstaltungen die für dieses Jahr geplant sind, werden stattfinden. Ob sie im Rosenschloss oder an einem anderen Veranstaltungsort durchgeführt werden, können wir derzeit noch nicht sagen. Auch, ob die Geschäftsstelle im Zuge des Verkaufs aus dem Rosenschloss ausziehen und sich neue Räumlichkeiten suchen wird, ist noch offen.“

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