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100.000 „herrenlose“ Blumensträußchen suchen ein Zuhause

Jedes Jahr wird am letzten Juni-Sonntag international der „Lonely Bouquet Day“ begangen. Die Idee hinter der aus Belgien stammenden Aktion: An öffentlich zugänglichen Orten werden kleine Blumensträußchen „ausgesetzt“, um von ihren Findern als Geschenk mit nach Hause genommen zu werden. 100.000 solcher „herrenlosen“ Bouquets sollen am 27. Juni alleine von Fleurop-Floristen im gesamten Bundesgebiet verteilt werden.

„Sag was wichtig ist. Sag’s mit Blumen“ lautet das Motto von Fleurops diesjähriger Blumenaktion zum „Lonely Bouquet Day“. Foto: Fleurop

Fleurop-Floristen seit neun Jahren beim „Lonely Bouquet Day“ dabei

Seit nunmehr neun Jahren beteiligen sich die Fleurop-Floristen und -Floristinnen bereits am „Lonely Bouquet Day“, wie das Unternehmen erklärt. So auch in diesem Jahr: Insgesamt 100.000 kostenlose Blumensträußchen sollen den Angaben zufolge am 27. Juni in Parks, auf Marktplätzen, im direkten Umkreis von Krankenhäusern und Pflegeheimen, auf Brücken, Treppen oder irgendwo an einer Straßenecke platziert werden. Verteilt werden die floralen Präsente demnach in sämtlichen Bundesländern, in großen Städten und Ballungszentren genauso wie in Kleinstädten und ländlichen Gebieten.

Finder können „ausgesetzte“ Sträuße behalten oder weiterverschenken

Das Motto der laut Fleurop „größten Blumengeste Deutschlands“ lautet in diesem Jahr „Sag was wichtig ist. Sag’s mit Blumen“. Die kleinen Blumensträußchen, die von den Floristen verschenkt werden, sind demnach gedacht als unverhoffte Freude im Alltag und sollen „ein bisschen Wärme, ein kleines Glück oder auch ein Stückchen Hoffnung verbreiten“, wie das Unternehmen zu seiner Aktion ausführt. Wer eines der „einsamen Bouquets“ findet, könne es entweder selbst behalten oder auch weiterverschenken.

Als Anlass für die diesjährige Aktion nennt Fleurop die Corona-Pandemie, die für viele Menschen eine bislang ungekannte Beeinträchtigung und Belastung bedeute – Familien mussten mit der Doppellast von Job und Kinderbetreuung umgehen, Einzelhändler hatten Geschäftsschließungen und Umsatzausfälle zu schultern, Senioren mussten in Alten- und Pflegeheimen aufgrund von pandemiebedingten Besuchsverboten lange Phasen der Einsamkeit überstehen und Mediziner sowie Pflegepersonal sind seit Monaten weit über der Belastungsgrenze im Einsatz. Viele haben zudem einen lieben Menschen durch Covid-19 verloren, gibt Fleurop zu bedenken.

Blumensträußchen sollen einen Moment Freude bereiten

Hinzu komme, dass vieles, was in dieser Zeit allen gutgetan hätte – wie zum Beispiel ein erholsamer Urlaub oder ein geselliges Beisammensein mit Familie und Freunden – aufgrund von Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebot nicht möglich gewesen sei. „Die Corona-Pandemie wird noch lange Zeit nachwirken und tiefe Spuren in Köpfen und Herzen hinterlassen“, erklärt Fleurop. „Ein Blumenstrauß kann diese Spuren nicht verwischen. Aber ein Blumenstrauß kann für einen überraschend schönen Augenblick sorgen, er kann ein Lächeln erzeugen und einen Moment der Freude bereiten, der noch eine lange Zeit in Erinnerung bleibt.“

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