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30 Jahre gestalten & verkaufen: Blick in die allererste g&v

30 Jahre ist es her, seit die erste g&v erschienen ist. Anlässlich des runden Geburtstags werfen wir einen Blick in die allererste Ausgabe von gestalten&verkaufen und auf die Themen, die für Floristen und Einzelhandelsgärtnereien 1991 relevant waren – manches davon beschäftigt die Branche auch heute noch.

Welche Leistungen und Produkte bieten Floristen an?

Weiß der Endverbraucher überhaupt, welche Leistungen und Produkte Floristen anbieten? Das fragte sich unser Autor Wolfgang Bock schon 1991. Schließlich fehlte es schlicht an generischer Werbung für den Berufsstand. „Mission“ und Können des floristischen Handwerks wurden von Verbänden und Werbeschaffenden einfach nicht klar dargestellt: Wir haben nichts mit lieblos zusammengestellten Bunden von Blumen zu tun, die der LEH anbietet. Ein Thema, das heute genauso aktuell wie damals für die Branche ist.

Autorin Frauke Stobbe-Rosenstock umriss in der ersten g&v den Wert des Valentinstags: Es habe viele Jahre gedauert, um den Tag in den Köpfen der Endverbraucher zu etablieren. Inzwischen ist er angekommen: Allerspätestens nach dem Weihnachtsgeschäft startet die Marketing-Maschine durch, schließlich steuern Floristen unter normalen Umständen auf einen der verkaufsstärksten Tage des Geschäftsjahrs zu – allerdings nicht mehr mit Blumenfahrrädchen...

Hamburg ist um ein exotisches Gewächs ärmer

Vor 30 Jahren stand auf St. Pauli am Spielbudenplatz noch ein Pavillon, in dem Sandra Jung ein Fachgeschäft für Floristik betrieb – die Nachtblume. Alleine schon die Öffnungszeiten von 18 bis 24 Uhr waren ungewöhnlich, deckten sich jedoch mit dem Namen des Geschäfts sehr gut. Schlau gewählt hatte die Unternehmerin den Standort der Nachtblume: Schließlich war der Kiez damals der einzige Ort in Hamburg, an dem Einzelhandel auch bis Mitternacht erlaubt war. Eine letzte Spur von Sandra Jung findet sich in einem Artikel des Hamburger Abendblatt von 2003. Irgendwann zwischen 1991 und 2003 hatte die Floristin zum ersten Mal das Konzept geändert. Aus der Nachtblume wurde die Tagblume mit verändertem Standort am Neuen Pferdemarkt im Schanzenviertel. 2003 kam dann der ungewöhnliche Branchenwechsel – die Unternehmerin sattelte auf Speiseeis um.

Trendpflanzen sind heute keine Seltenheit. Das Blumenbüro Holland zum Beispiel veröffentlicht seit diesem Jahr die Trendkollektionen Frühjahr/Sommer sowie Herbst/Winter und hat bis einschließlich Dezember 2020 unter anderem regelmäßig die Zimmerpflanze des Monats benannt. Im Mai vergangenen Jahres wurde diese Ehre dem Einblatt (Spathiphyllum) zuteil, dem wir in der ersten Ausgabe der g&v Aufwind bescheinigt hatten. „Der Markt für Spathiphyllum wird sich in Zukunft sicher noch weiter ausdehnen“, war damals im Heft zu lesen. Heute gilt die pflegeleichte Pflanze weniger als Trendgewächs, sondern gehört vielmehr zum Standardsortiment.

Wir wollen 30 Jahre g&v mit Ihnen feiern

Nach diesem kleinen Rückblick sind jetzt Sie an der Reihe, denn wir wollen 30 Jahre g&v zusammen mit unseren Lesern feiern – freuen Sie sich unter anderem auf unser Jubiläumsheft im Juni. Außerdem suchen wir g&v-Leser, die in diesem Jahr ebenfalls „30-Jähriges“ feiern. Sie sind zum Beispiel Florist und werden dieses Jahr, so wie die g&v, 30 Jahre alt oder üben diesen kreativen Beruf seit nunmehr drei Jahrzehnten aus? Vielleicht wurde auch Ihr Blumenfachgeschäft vor 30 Jahren eröffnet, oder Sie gehören zu den g&v-Lesern der ersten Stunde und haben bereits 1991 in unserem Ideenmagazin geblättert? Dann melden Sie sich einfach per E-Mail bei unserer Online-Redaktion – wir freuen uns auf Sie und Ihre Geschichten. (g&v)

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