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BUGA: „Floristik ist mehr, als drei Blümchen zusammenbinden“

„Exotische Blütenpracht“ – unter diesem Motto zeigten sieben Floristen-Teams aus ganz Deutschland in der finalen Blumenhallenschau auf der BUGA in Erfurt ihr kreatives Können. Geschaffen wurden dabei unterschiedliche florale „Welten“, deren Werkstücke jeweils in eine eigene, thematisch passende Geschichte eingebettet waren.

Hallenschau zeigt die spannende und kreative Arbeit mit Pflanzen

Ein gepflanzter Raumschmuck, ein Tischschmuck, ein gebundenes Werkstück und ein florales Geschenk – diese vier Arbeiten wurden im Kern von allen teilnehmenden Floristen in der die Bundesgartenschau (BUGA) beschließenden 23. Blumenhallenschau gezeigt, berichtet die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Die daraus innerhalb des Hallenschau-Themas „Exotische Blütenpracht“ entstandenen floralen „Welten“ stellten laut DBG dar, „wie spannend und kreativ die Arbeit mit Pflanzen sein kann“ und wie sich die Besucher auch „zuhause eine eigene Wohlfühloase schaffen“ können.

Zukunftsvisionen, tropische Atmosphäre und „schwebende“ Werkstücke

In der Mitte der Blumenhalle etwa ließ das Creativteam von Christopher Ernst aus Kindelbrück dunkle Zantedeschia, weiße Phalaeonopsis, dunkelrote Hortensien und grüne Platycerium bifurcatum an Kronleuchtern und Trichtern in der Luft schweben. Hierfür wurden laut DBG Netze geknüpft und Metallringe beim Schmied in Auftrag geben. Wie über dem Wasser schwebend wirkten demnach auch die Installationen von Sina Bertsch in den Becken neben der Holzbrücke – die Werkstücke wurden von runden Podesten oder auch einem Baumstamm getragen. Das Team von Gloriosa Floristik in Erfurt widmete sich dagegen einer Zukunftsvision „in einem Land nach unserer Zeit“, wo sich die Pflanzen die Erde zurückerobert haben und die Wohnzimmer, Fenster, Wände, Fassaden, Tische und Böden der inzwischen ausgerotteten Menschheit überwuchern.

Heiteres Urlaubsfeeling in tropischer Atmosphäre wollte Frank Tichlers Floralkonzept vermitteln – dafür wurde beispielsweise eine Bar mit Palmwedeln, Kokosnüssen und ausgewählten Pflanzen wie Gloriosa superba gestaltet. Susann Feinermann von Atelier Floristik pur aus Chemnitz verarbeitete in ihren Werken unter anderem Safranwurz in Kombination mit Orchideen-Gewächsen, während die Floristen von KaJoWe mit Bromelien-Gewächsen aus deutscher Produktion arbeiteten. Floraldesignerin Kerstin Dallmann und ihr Team interpretierten dagegen die Geschichte von Robinson Crusoe und wählten dafür unter anderem Monstera, Anthurien und Guzmanien. Jessica Ernst vom Creativteam aus Kindelbrück schließlich erzählte, was Floristen an der Arbeit für die BUGA besonders schätzen – nämlich die Chance, abseits vom Alltagsgeschäft kreativ aus dem Vollen zu schöpfen und eine weite Perspektive einzunehmen.

Zahlreiche Medaillen und Ehrenpreise für teilnehmende Floristen

„Floristik ist mehr, als drei Blümchen zusammenbinden. Es ist ein vielschichtiger Beruf, den alle, die ihn gelernt haben, lieben“, resümierte der neue Präsident des Fachverband Deutscher Floristen (FDF) Klaus Götz die finale Blumenhallenschau auf der BUGA. Von der breitgefächerten und hochwertigen Floristik, die dabei gezeigt wurde, waren auch die Preisrichter beeindruckt, die an die sieben teilnehmenden Aussteller insgesamt 19 Gold-, eine Silber- und zwölf Bronzemedaille sowie vier Große Goldmedaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft und sechs Ehrenpreise vergaben. (ds)

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