Alle News

BUGA in Erfurt präsentierte Floristik im asiatischen Stil

Erst Ikebana, dann koreanische Blumenkunst – bei den vergangenen beiden Hallenschauen auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Erfurt standen florale Arrangements im asiatischen Stil im Rampenlicht. Unsere Bildergalerie zeigt ausgewählte Impressionen der beiden Ausstellungen.

Über 90 Einzelarrangements und Gruppenarbeiten

Japanische Blumenkunst stellte der Ikebana-Bundesverband vom 7. bis 15. August in der 15. Hallenschau der BUGA vor. In über 90 Einzelarrangements und Gruppenarbeiten wurden florale Arrangements von der klassisch-traditionellen Ausrichtung bis hin zu den jüngsten modernen Formen gezeigt, so die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Darüber hinaus bekamen die Besucher einen Einblick in die sechs beteiligten Ikebana-Schulen und die sie verbindenden sowie unterscheidenden Elemente.

Einblick in verschiedene Ikebana-Schulen

So beschränke sich beispielsweise die Kagai Adachi Schule vollkommen auf pflanzliches Material, verwende Bambus als Vase oder lasse fast schon Bäume in die Höhe wachsen. Wesentlich reduzierter arbeiten die Schulen Shin eigetsu und Sagagoryu, bei denen für die Ikebana-Werkstücke jeweils nur wenig Material benutzt wird, wie die DBG erklärt. Völlig konträr arbeite dagegen die größte und gleichzeitig jüngste der in Erfurt vertretenen Schulen, die Sogetsu, in deren Arrangements sich laut DBG Recyclingmaterialien mit Blüten, Gräsern und Ästen verbinden. Die Ikenobo-Schule wiederum widmet sich dem traditionellen Ikebana mit sehr ausgeprägter Ästhetik, während die Ohara-Schule insbesondere für ihre ausgeprägten Landschaftsarrangements bekannt sei.

Die Welt der Blumen – koreanische Blumenkunst

Unter dem Motto „Die Welt der Blumen“ stand dagegen vom 21. bis 29. August die koreanische Blumenkunst im Mittelpunkt der 16. BUGA-Hallenschau. An der Schau hatte das Grünberger Bildungszentrum Floristik gemeinsam mit der BangSik Floristikmeisterschule aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über ein Jahr lang gearbeitet – unter besonderen Bedingungen, da eine nicht-virtuelle Zusammenarbeit in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie und die koreanischen Verordnungen erschwert wurde. Dennoch schafften es die Grünberger, gemeinsam mit sieben Meisterschülern den Blumen in Erfurt eine Plattform zu geben und diese laut DBG „in einer Art und Weise, die lebendig, aber auch provokant ist“ zu zeigen. Entscheidend sei gewesen, dass etwas von der Schau hängenbleibe. Oder, wie es Werner Paizdzior als Geschäftsführer des Grünberger Bildungszentrums gegenüber der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft auf den Punkt brachte: „Wenn die Besucher auf die Frage, wie die Schau war, sagen: ‚Schön‘, dann ist das zu wenig.“ (ds)

Cookie-Popup anzeigen