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Corona: Fachhandel bleibt geschlossen, Hilfsangebote verbessert

Der harte Lockdown wurde in dieser Woche bis zum 14. Februar, dem Valentinstag, verlängert. Damit bleibt auch der gärtnerische und floristische Fachhandel weitestgehend geschlossen. Die Grünen Verbände haben sich für eine zügige Öffnung der Verkaufsstellen stark gemacht, was in den Neuregelungen allerdings nicht bedacht wurde. Die Überbrückungshilfen hingegen wurden angepasst und verbessert.  

Der Lockdown wurde bis Valentinstag verlängert, dafür wurden aber auch die finanziellen Hilfsangebote verbessert. Foto: Foto: Matt Seymour/ Unsplash

Grüne Verbände fordern Wiedereröffnung von Fachhandel

Seit Mitte Dezember befindet sich Deutschland im harten Lockdown. Die Maßnahmen konnten allerdings noch nicht den gewünschten Erfolg erzielen, zudem macht der Regierung die neue Mutation des Coronavirus‘ Sorgen, weshalb der Lockdown bereits vorzeitig bis zum für den floristischen Fachhandel so wichtigen Valentinstag verlängert. Bereits vor dem neuen Beschluss hatten sich die Grünen Verbände Fachverband Deutscher Floristen (FDF), Zentralverband Gartenbau (ZVG), Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), Verband Deutscher Garten-Center (VDG), Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI), Industrieverband Garten (IVG) und die Erzeugergenossenschaft Landgard für eine zügige Wiedereröffnung des Fachhandels stark gemacht.

Pflanzen tragen zum Wohlbefinden bei

Eine Öffnung hätte bei den Menschen laut Verbändemitteilung einen wichtigen emotionalen Effekt bei den Menschen. Da Freizeitaktivitäten zur Zeit wegfallen, könnte man mit Pflanzen kreativ im eigenen Haus und Garten für Kompensation sorgen. Zudem bereits sich der gärtnerische Fachhandel gerade auf die Frühjahrssaison vor. In den Gewächshäusern gedeihen die Sortimente, die man vor einer Vernichtung retten müsse. Des weiteren habe der gärtnerische Fachhandel bereits im ersten Lockdown bewiesen, dass man sehr strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingeführt habe, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Dennoch ist laut Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar 2021 noch keine Lockerung diesbezüglich vorgesehen. Vielmehr wurden die Vorgaben in einigen Bereichen noch verschärft. So gelte zum Beispiel im geöffneten Einzelhandel das Tragen medizinischer Masken als Pflicht.

Überbrückungshilfe wird verbessert

Vom ZVG bereits ausdrücklich begrüßt wurde hingegen die Anpassung der Überbrückungshilfe III. Da der Facheinzelhandel geschlossen bleibt, sei es wichtig, dass die handelsrechtlichen Abschreibungen auf nicht verkäufliche Saisonware bei den Fixkosten berücksichtigt werden. Gartenbau und Floristik handele mit verderblichen Waren und müsse daher berücksichtigt werden. Die weiteren Neuregelungen im Überblick:

Zugang zur Überbrückungshilfe III wird vereinfacht und erweitert

  • Antragsberechtigung bei Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent
  • Für Unternehmen mit Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro

Fördervolumen und Abschlagshöhe werden erhöht

  • Bis zu 1,5 Mio. Euro Überbrückungshilfe pro Monat
  • Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro
  • Überbrückungshilfe III auch für November und Dezember 2020

Gezielte Regelungen für besonders betroffene Branchen

  • Einzelhandel: Abschreibungen auf Saisonware können zu 100 Prozent als Fixkosten angesetzt werden

Hilfen für Soloselbstständige verbessert

  • Neustarthilfe auf einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt
  • Maximale Betriebskostenpauschale auf 7.500 Euro erhöht

Die komplette Vereinbarung von Bundesfinanzministerium und Bundeswirtschaftsministerium kann hier heruntergeladen werden.

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