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EU fördert paneuropäische Zierpflanzen-Kampagne

Sechs europäische Organisationen haben bei der EU einen Antrag für eine neue Werbekampagne, die im Frühjahr den Absatz von Blumen und Pflanzen fördern soll, gestellt. Dieser Antrag wurde nun von der EU bewilligt.

Diese sechs Organisationen arbeiten zukünftig an der neuen EU-geförderten Kampagne zum Pflanzenabsatz. Foto: BBH

Sechs Organisationen arbeiten an Kampagne

Die neue Werbekampagne solle demnach im Frühjahr in Frankreich (Val’hor), Deutschland (BBH), Österreich (Österreichische Blumenwerbung), Belgien (Vlam), Bulgarien (BAOPN), Dänemark (Floradania) und den Niederlanden (BBH) starten und den Absatz von Blumen und Pflanzen ankurbeln. Die EU hat eigens für diese Zwecke einen Notfallfonds eingerichtet und für diese konkrete Werbekampagne nun Mittel bewilligt. In einer Pressemitteilung drückten die sechs Organisationen ihre Freude über die Bewilligung des Antrages aus. „Es erfüllt uns mit Stolz und Zufriedenheit, dass wir mit einer zusätzlichen Kampagne einen Beitrag zur Erholung des europäischen Gartenbausektors leisten können“, heißt es dort.

1,9 Millionen Euro für die Kampagne

Zusammen mit der EU-Förderung von 85 Prozent belaufe sich das Gesamtbudget dieser Kampagne auf 1,9 Millionen Euro. Diese Mittel sollen in eine generische Werbekampagne für Blumen und Pflanzen in Frankreich, Deutschland, Österreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark und den Niederlanden fließen und damit den Absatz ankurbeln. Der größte Teil des Budgets werde in Frankreich und Deutschland eingesetzt, da die meisten Kampagnenpartner schwerpunktmäßig ein Handelsinteresse in diesen beiden Ländern haben. Dabei hat Union Fleurs den Zusammenschluss aller Projektpartner zu einem Konsortium ermöglicht. „Ich bin sehr froh, dass es trotz des extremen Zeitdrucks bei der Einreichung des Antrags gelungen ist, diese Fördermittel aus dem EU-Notfallfonds zu erhalten. Im Auftrag unserer Stakeholder ist unser Anliegen, Konsumenten zu inspirieren und anzuregen, mehr Blumen und Pflanzen zu kaufen. Die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern versetzt uns in die Lage, 2021 noch mehr zu tun“, erklärt Dennis van Lubbe, Geschäftsführer beim Blumenbüro Holland.

Notfallfonds für den Agrarsektor

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise auf den europäischen Agrarsektor wurde von der EU der Notfallfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für Initiativen eingerichtet, die zur Wiederherstellung normaler Marktbedingungen im Jahr 2021 beitragen soll. Durch intensive Lobbyarbeit von Union Fleurs (Dachverband des internationalen Blumen- und Pflanzengroßhandels) und VBN (Vereinigung niederländischer Blumenversteigerungen) konnte erreicht werden, dass der Gartenbausektor als einer der fünf Agrar-Bereiche eingestuft wurde, die Mittel aus diesem Notfallfonds beantragen dürfen.

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