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Fachhandel tauscht sich auf Consumer Goods Digital Day aus

Mit einem interaktiven Mix aus Vorträgen, Workshops, Trendshows, Matchmaking und Ordermöglichkeiten wurde am 20. April der Consumer Goods Digital Day veranstaltet. 3.658 Teilnehmer aus 93 Nationen waren nach Angaben der Messe Frankfurt zugeschaltet, um sich über die zukünftigen Herausforderungen in der Konsumgüterbranche zu informieren und auszutauschen.

Julia Uherek (M.) und Philipp Ferger (r.), beide Group Show Director der Messe Frankfurt, bei der Begrüßung zum Consumer Goods Digital Day. Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera

Konferenzprogramm liefert Denkanstöße und Lösungsansätze

Nach Angaben der Veranstalter waren beim Consumer Goods Digital Day Händler aus unterschiedlichsten Bereichen und Branchen zugeschaltet – von Interior Design, Weihnachts- und Gartendekoration, Geschenke, Haushaltsgeräte, Küche, Tischkultur und Papeterie bis hin zu Büro-, Schul- und Floristen-Bedarf. Insgesamt 3.658 Teilnehmer, 59 Prozent davon aus dem Ausland, nutzten demnach die Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten des interaktiven Live-Events. Das insgesamt zehnstündige Konferenzprogramm lieferte dabei zahlreiche neue Denkanstöße und praktische Lösungsansätze.

Der Handelsexperte Frank Rehme etwa machte in seinem Vortrag deutlich, dass Corona das beste Lernfeld für die digitale Transformation bietet. „Digitalisierung wurde oft vertagt, weil man keine Zeit hatte, sich darum zu kümmern. Im Lockdown allerdings wird nicht im Geschäft, sondern am Geschäft gearbeitet. Jetzt ist die Zeit, sich um das Online-Geschäft zu kümmern.“ Dass der stationäre Handel trotz Online-Boom nach wie vor noch über wichtige Alleinstellungsmerkmale verfügt, führte Marilyn Repp, Projektleiterin des Kompetenzzentrums Handel, in ihrem Vortrag aus. Konkret nannte sie die persönliche Beratung, die sofortige Verfügbarkeit der Ware und das Erlebnispotenzial stationärer Geschäfte. „Digitale Erlebnisse kommen nicht an analoge Erlebnisse heran. Auch junge Menschen lieben trotz Online-Affinität individuelle Beratung vor Ort. Der stationäre Handel kann damit nach wie vor für diese Zielgruppe attraktiv sein – solange es Beratern gelingt, auch gut informierten Käufern überzeugende Impulse zu geben.“

Präsentation der Ambiente, Christmasworld und Paperworld Trends

Neben weiteren Vorträgen so namhafter Referenten wie Boris Hedde, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln, oder Keynote-Speaker und Digital-Business-Consultant Sanjay Sauldie wurden auf dem Consumer Goods Digital Day unter anderem die Ambiente, Christmasworld und Paperworld Trends 2021 mit den kommenden Farben und Materialien durch das Stilbüro bora.herke.palmisano präsentiert. Außerdem widmete sich Silvia Talmon von The Retail Academy mit wertvollen Praxisbeispielen dem Gesellschafts- und Zielgruppenthema Nachhaltigkeit, während in der letzten Paneldiskussion des Tages die konsequente Ausrichtung auf die sich rasant verändernden Werte der Konsumenten gefordert wurde.

„Die Absagen der physischen Messen in diesem Jahr waren für alle Branchenakteure äußerst schmerzlich und haben eine Lücke bei Handel und Industrie hinterlassen. Der Messe Frankfurt ist es mit dem Consumer Goods Digital Day gelungen, diese Lücke annähernd zu schließen“, so Christian Haeser, Geschäftsführer Handelsverband Wohnen und Büro (HWB), über das digitale Live-Event. „Der aktuelle und interaktive Mix aus Vorträgen, Workshops, Trendshows, Matchmaking und das Ordern über Nextrade waren ein voller Erfolg und haben unseren Fachhändlern ein Stück Normalität zurückgebracht.“ Mit dem Consumer Goods Digital Day habe es die Messe Frankfurt geschafft, eine Benchmark zu setzen, an der sich künftig jede digitale Veranstaltung messen müsse – auch wenn eine digitale Plattform natürlich kein 1:1-Ersatz für die persönliche Begegnung auf der Messe vor Ort sein könne.

Consumer Goods Digital Day als „digitaler Support in diesen Zeiten“

Dies bestätigte auch Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH – es sei auch gar nicht die Absicht gewesen, mit dem Consumer Goods Digital Day die persönliche Begegnung auf den Messen zu ersetzen. „Vielmehr haben wir nach über einem Jahr der Pandemie den Hunger nach Inspiration, geschäftlichem Austausch und Order für den Moment gestillt. Das ist unser digitaler Support in diesen Zeiten. Daher war der Digital Day ein exzellenter Boxenstopp, bis die persönliche Begegnung wieder uneingeschränkt möglich ist.“ Stattfinden soll diese wieder 2022, wenn die vier Konsumgüterfachmessen Christmasworld, Paperworld und Creativeworld sowie Ambiente wieder wie gewohnt veranstaltet werden können. Am Konzept einer digitalen Messeergänzung will die Messe Frankfurt nach eigener Aussage auch in den kommenden Jahren festhalten. (ds)

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