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Garten trifft auf Pop Art

Was haben Gärten und die Kunstbewegung Pop Art gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, doch bei der diesjährigen Chelsea Flower Show in London überzeugte der Pop Street Garden von John McPherson auf knallige Art und Weise.

Bepflanzte Kübel im Look von Pop Art und zeitgenössischer Street Art charakterisieren den Pop Street Garden von John McPherson auf der diesjährigen Chelsea Flower Show. Foto: RHS/Tim Sandall

Kunstbewegung Pop Art

Pop Art steht abgekürzt für „popular art“, also Populärkultur. Laut Definition widmet sich diese Kunstrichtung dem Trivialen, als Reaktion auf die oftmals intellektuelle Kunstszene. Popkünstler stellen alltägliche Situationen und Gegenstände dar, oftmals werden Formen wie in Comic-Heften mit schwarzen Linien umrandet. Großen Einfluss auf die Pop Art Bewegung hatten Geschehnisse in den 1960er Jahren, wie der Vietnamkrieg, die Ermordung John F. Kennedys, Rassenunruhen und ein steigender Drogenkonsum. Als Gründer der Bewegung wird oftmals der Brite Richard Hamilton mit seiner Collage „Just What Is It That Makes Today’s Homes So Different, So Appealing?“ von 1956. Auf US-Amerikanischer Seite gilt der Maler und Werbegrafiker Edward Hopper als einer der Wegbereiter für spätere Pop Art-Künstler wie Roy Lichtenstein und Andy Warhol.

Neue Garten Kategorie bei Chelsea Flower Show

Doch was haben die Pop Art-Bewegung und ihre Künstler nun mit Gärten zu tun? Bei der diesjährigen, erstmals im Herbst ausgetragenen Chelsea Flower Show wurden zwei neue Garten-Kategorien eingeführt. Zum einen der Balkongarten, zum anderen der Container Garten. In beiden Kategorien wird soll die Bedeutung des Gärtnerns auf kleinem Raum verdeutlicht werden. Bei den Containergärten wurde eine Fülle von Ideen für die Verwendung von Containern präsentiert, um den Platz im Freien zu maximieren. Die 4 x 3 Meter großen Flächen boten eine Vielzahl von Containerstilen, von wiederverwendeten IBC-Containern, die wie kleine Wälder bepflanzt waren, bis hin zu handgefertigten Keramik-, pulverbeschichteten Metall- und verzinkten Zinkcontainern mit üppiger, verspielter und exotischer Bepflanzung. Bei den Letzteren kommt nun auch Pop Art ins Spiel.

Pop Street Garden zitiert Pop Art

Mit seinem lebhaften, verspielten Pop Street Garden zeigte Designer John McPherson eine Anlehnung an die großen Meister der Pop Art. Bepflanzte Kübel und Tonnen im Look von Werken von Andy Warhol, wie die berühmte Dosentomatensuppe vom Campbell’s. Pop Street Garden ist ein Raum, der den Übergang von der Abriegelung zur Stadt erleichtern soll. Weitere Inspiration erhielt der Designer von zeitgenössischer Street Art. Dieser Art der Präsentation ist hell, frech und verspielt. Es ist ein Ort, an dem man mit Freunden bei einem Drink zusammensitzt, die leuchtenden Farben in sich aufsaugt und sich von den verschiedenen Formen, Texturen und Designreferenzen anregen lässt.

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