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Groß- und Einzelhandel mit gutem Muttertagsgeschäft

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In ihren Blitzumfragen unter den Mitgliedern holten der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) und der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI) nach dem diesjährigen Muttertagsgeschäft die Stimmung der Branche ein. Überwiegend konnten sehr gute Ergebnisse erzielt werden.  

Rosen in Pastellfarben seien laut BGI am diesjährigen Muttertag besonders gefragt gewesen. Foto: BGI

Gute Stimmung im Fachhandel 

Die bundesweite Blitz-Umfrage des FDF zeigt, dass der Großteil der Floristen mit dem Geschäft an Muttertag zufrieden ist. Nach dem rekordverdächtigen Vorjahr hinkten die Umsätze dem etwas hinterher, seien aber vergleichbar und in einigen Teilen der Bundesrepublik auch höher gewesen. Gefragt seien nicht zuletzt aufgrund des guten Wetters bunte, gemischte Frühlingssträuße gewesen, sowie Bouquets mit Rosen. Die Preisspanne betrug überwiegend zwischen 30 und 40 Euro. Es sei zu beobachten gewesen, dass junge Kunden ihren Einkauf schnell abschließen wollen und zu Fertigsträußen und Online-Käufen tendieren, wohingegen ältere Kunden Zeit mitbringen. Auch die Möglichkeit zu Vorbestellungen und betriebsinternen Online-Shops werden gern genutzt. Die Verfügbarkeit der Produktpalette im Großhandel wurde als positiv bewertet. Dennoch verhielten sich etliche Floristen zunächst zurückhaltend beim Einkauf. „Wir fahren lieber nochmal zum Großmarkt, als das wir uns in den Einkaufsmengen verkalkulieren", war aus den Blumenfachgeschäften zu hören.

Regionale Herkunft sehr gefragt

Ebenfalls wichtig für die Floristen sei ein Angebot an Blumen und Pflanzen mit regionaler Herkunft, da diese verstärkt nachgefragt werden, auch wenn die Preise oftmals höher sind. Wichtige Angebote sind Blumen und Pflanzen aus der Region, sowie ausgezeichnete Produkte mit dem "ich bin von hier!"-Label und Fairtrade-Ware bei Importblumen aus Drittländern. Aber auch gestiegene Rohstoffpreise, hohe Energiekosten und die allgemeine politische Lage bereiten vielen Floristikfachgeschäften Sorgen.

BGI: Pastelltöne besonders gefragt

Im vergangenen Jahr legten auch die Blumengroßhändler zum Muttertag ein absolutes Rekordergebnis hin, welches in diesem Jahr laut der neuesten Blitzumfrage des BGI nur knapp verfehlt wurde. Man sei aber insgesamt sehr zufrieden, da man sich auf hohem Niveau bewege. Hohe Preise sorgten demnach auch für gute Umsätze. Durch das warme, lichtreiche Frühjahr standen auch Produkte wie Wicken, Spirea, Levkojen und Pfingstrosen in guter Qualität zur Verfügung. Das Einkaufsverhalten sei unter der Woche allerdings verhalten gewesen, erst zum Wochenende hin und noch am Muttertag selbst wurde viel Ware eingekauft. „Unsere Kunden beobachten ihre Vorbestellungen und schätzen dann erst die benötigte Menge ein“, lautete das Fazit eines Großhändlers. „Die Sorge sich zu verkalkulieren hat mit den höheren Preisen zugenommen.“ Gut gingen Frühlingsblumen für gemischte Sträuße, Rosen in allen Farben, vor allem angesagt waren aber Pastelltöne.

„Der Muttertag ist für die Beschenkten, aber auch für die Schenkenden ein hoch emotionaler Tag. Verbunden mit der während der Pandemiezeit gestiegenen Wertschätzung familiärer Beziehungen, der Frühlingszeit, dem bundesweit guten Wetter und der positiven Ausstrahlung von Blumen und Pflanzen, werden diese als besonders passendes, natürliches Geschenk für nahestehende Personen erlebt“, “, betont Andrea Kirchhoff, PR-Managerin des BGI. Befürchtungen, dass sich Inflation und Krisenstimmung negativ aufs Geschäft auswirken, haben sich demnach nicht bestätigt.

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