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Grünzone: Ahorne – filigrane Kunstwerke der Natur

Malerische Wuchsform, schönes Laub, außergewöhnliche Blattfarben und spektakuläre Herbstfärbung – wer Wert auf diese Eigenschaften legt, wird beim Ahorn fündig. Vor allem die asiatischen, meist strauchartig wachsenden Arten bieten eine unglaubliche Fülle an wunderschönen Sorten, die sich wegen ihres langsamen Wuchses und ihrer moderaten Größe optimal für kleine Gärten anbieten.

Ahorne mit attraktiven Austriebs- und Herbstfärbungen

Die größte Gruppe unter den strauchartigen und kleinbleibenden Ahornen sind die sogenannten Fächer-Ahorne (Acer palmatum). Von ihnen gibt es unzählige Sorten, die sich sowohl in den Blattformen als auch in den Laubfarben unterscheiden. Viele von ihnen zeichnen sich dazu noch durch besonders attraktive Austriebs- und Herbstfärbungen aus. Und sogar im Winter sind sie durch ihre malerische Wuchsform sehr attraktiv. Da spielt es keine Rolle, dass die Blüten zwar hübsch, aber eher unauffällig sind und die Früchte, auch als „Nasenklemmer“ bekannt, ihren Reiz erst bei näherem Hinschauen offenbaren.

‘Dissectum’-Formen mit tief geschlitzten Blättern

Zu den bekanntesten Sorten des Fächer-Ahorns gehören sicherlich die ‘Dissectum’-Formen, bei denen die fünf- bis siebenlappigen Blätter tief geschlitzt sind. Daher werden sie auch unter der Bezeichnung Schlitz-Ahorn geführt. Neben dem grünlaubigen ‘Dissectum’ sind das der rotlaubige ‘Dissectum Atropurpureum’, der dunkelrote ‘Dissectum Garnet’ und der fast schwarze ‘Dissectum Inaba-Shidare’. Alle Sorten fallen durch ihren breiten, überhängenden Wuchs auf, den man am ehesten als wasserfallartig beschreiben kann.

In der asiatischen Gartenkunst wird er oft auch genauso eingesetzt, nämlich am Wasserrand, wo er sich in der Wasseroberfläche spiegeln kann, oder an einer Kiesfläche, die das Wasser symbolisch darstellt. Ganz wunderbar kommt dieser übergeneigte Wuchs aber auch bei Kübelpflanzung zur Geltung. Zwei weitere rotlaubige Sorten sind häufig im Sortiment zu finden, nämlich ‘Atropurpureum’ und ‘Bloodgood’. Beide besitzen recht tief eingeschnittene, aber keine geschlitzten Blätter und wachsen auch nicht so überhängend wie die ‘Dissectum’-Sorten.

Acer palmatum ‘Sangokaku’ mit korallenroter Rinde

Eine ganz andere Erscheinung ist Acer palmatum ‘Sangokaku’, der Korallenrinden-Ahorn. Sein Laubaustrieb ist rosa getönt, später verfärben sich die Blätter zu einem ganz hellen Grün, um dann im Herbst zu einem Goldgelb-Orange zu wechseln. Dazu kommt die auffällige korallenrote Rindenfärbung, die dem Gehölz seinen Namen gibt und die im Winter geradezu leuchtet. Der Wuchs von ‘Sangokaku’ ist aufwärtsstrebend, später trichterförmig, sein Habitus insgesamt eher leicht und luftig. Ausgepflanzt wird er bis zu vier Meter hoch, im Kübel bleibt er aber dauerhaft kleiner. (Katharina Adams)

► Mehr über Ahorne und ihre Standortwünsche lesen Sie in der g&v 7/2021.

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