Alle News

Grünzone: Carex machen den Herbst leuchtend

Zur großen und bunten Familie der Seggen gehören auch zahlreiche winter- beziehungsweise immergrüne Formen. Mit ihnen kann man im Herbst wunderbare Kombinationen pflanzen, die bis weit in den Winter hinein attraktiv sind. Vor allem die japanischen Seggen, die sich zusätzlich durch sehr elegante überhängende Wuchsformen auszeichnen, spielen hier die Hauptrolle.

Herbstliches Arrangement mit Carex ‘Everest’, dunkellaubigen Heuchera-Sorten und leuchtend roten Beeren Foto: Plantipp

Seggen-Vielfalt aus Europa und Asien

Es gibt etliche heimische Seggen-Arten, die auch in der Gartenkultur eine wichtige Rolle spielen. Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Riesen-Segge (Carex pendula), die mehr als einen Meter hoch wächst und daher eine gute Partnerin für hohe Schattenstauden ist. Aber auch als Solitär in einem großen Kübel kommt sie durchaus gut zur Geltung, vor allem zur Blütezeit im Frühsommer, denn sie hat elegante, recht auffällige überhängende Blütenstände. Das Gegenteil sind die niedrigen, teppichbildenden Segen, die sich als Bodendecker zum Beispiel auch in schattigen Patios verwenden lassen.

Besonders spannend sind die Arten aus dem asiatischen Raum. Vor allem aus Japan kommen etliche sehr dekorative und dazu noch wintergrüne Formen, die in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden sind. Dazu hat die verstärkte Züchtung neuer Sorten beigetragen, die sich durch besonders schöne Blattzeichnungen auszeichnen und die viel Farbe ins Geschehen bringen. Bestes Beispiel dafür ist die Japan-Gold-Segge (Carex oshimensis).

EverColor: Gräser-Konzept mit verschiedenen Farbschattierungen

Mit der Wildart begann die irische Gärtnerei Fitzgerald bereits vor einem Vierteljahrhundert systematisch zu züchten, und auf diese Weise entstanden über die Jahre neun Sorten mit Blättern in unterschiedlichen Farbschattierungen, die meisten davon mit einem panaschierten, genauer gesagt gestreiften, Blätterkleid. Sie werden als Konzept unter dem Namen EverColor vermarktet.

So ist die Blattfärbung von ‘Everillo’ beispielsweise zart grüngelb, bei ‘Everdi’ hingegen frischgrün. ‘Everlite’ und ‘Everest’ sind dunkelgrün-weiß gestreift, aber mit unterschiedlichen Farbanteilen. ‘Evercream’, ‘Everlime’ und ‘Everoro’ spielen mit unterschiedlichen Grün- und Gelbanteilen, ‘Everglow’ kommt sogar dreifarbig daher. Alle zeichnen sich durch einen ausdrucksstarken übergeneigten Wuchs aus, der ein wenig an eine sanft sprudelnde Fontäne erinnert. Damit sind die Gräser erste Wahl für die Bepflanzung von Gefäßen, wo sie ihre Blattschöpfe elegant über den Gefäßrand drapieren können.

Carex oshimensis zu keiner Zeit ohne Blätterkleid

Ein weiterer Pluspunkt von Carex oshimensis liegt darin, dass die Pflanzen wintergrün sind, das heißt, erst im Frühling schiebt neues Laub von unten nach und das alte Laub fällt peu à peu aus. Die Pflanzen stehen also zu keiner Zeit ohne Blätterkleid da und behalten auch stets ihre lebhafte Färbung. Im Frühling setzen die Pflanzen Blüten an, die aber recht unauffällig sind. (Katharina Adams)

► Mehr über die farbenfrohe Gräser-Vielfalt lesen Sie in g&v 9/2021.

Cookie-Popup anzeigen