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Grünzone: Farbe im Winter mit Schneerosen

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Christrosen, Schneerosen, Lenzrosen – die Gattung Helleborus ist so vielgestaltig, dass man sich die Wintermonate ohne sie überhaupt nicht vorstellen mag. Die Vielfalt ist noch größer, seit sich die Züchter erfolgreich daran gemacht haben, die verschiedenen Arten untereinander zu kreuzen.

Die frühen Schneerosen eignen sich perfekt für Adventsdekorationen. Foto: Heuger

Unterschiede zwischen Christ- und Lenzrosen

Früher war es ganz einfach: Christrosen (Helleborus niger) blühen schon vor Weihnachten und bis in den Januar hinein, sie besitzen weiße Blüten und sind die perfekten Akteure für stimmungsvolle Adventsdekorationen. Die Lenzrosen (Helleborus orientalis) blühen frühestens ab Februar, dafür gibt es die Blütenpracht in zahlreichen Farbnuancen von Cremeweiß über Zart-rosa bis Metallicbraun. Auch Blütenzeichnungen, ob Pinselstriche zur Blütenmitte oder farbig getuschte Blütenränder, sind immer wieder zu sehen.

Daneben gibt es noch weitere Wildformen aus dem Mittelmeerraum und auch die heimische Nieswurz (Helleborus foetidus), die als stammbildende Arten bezeichnet werden, weil sich bei ihnen keine Blütenstängel aus der Basis emporschieben, sondern kräftige dicke Stiele, an denen mehrere Blüten sitzen.

Neue Sorten durch Kreuzung

Schon lange werden die verschiedenen Arten immer wieder untereinander gekreuzt, und auch diese Hybriden wurden wieder die Kreuzungspartner für neue Sorten. Ein Ziel der Züchtung war zum Beispiel die Schaffung von Sorten, die schon früh, also in der Adventszeit, blühen, aber gleichzeitig neue Blütenfarben ins Spiel bringen. Ganz ausgezeichnet ist das dem Züchter der Ice‘N Roses Serie gelungen, die eine ziemlich komplexe Kreuzung aus Helleborus x ericsmithii und Helleborus-Orientalis-Hybriden darstellen. Die Sorten dieser Linie sind robust, wüchsig und langlebig, sie besitzen sehr kräftige Blütenstiele. Als Schneerosen bereichern sie das Helleborus-Sortiment. Da auch Helleborus lividus und Helleborus argutifolius aus dem Mittelmeerraum zu ihren Ahnen gehören, gedeihen sie sogar an warmen sonnigen Standorten sehr gut.

Blüten von Schwarzrot bis zu reinem Weiß

Die Farbenpracht ihrer Blüten lässt keinerlei Wünsche offen. Von beinahe mystisch anmutendem Schwarzrot bis zu einem reinen Weiß ist alles vorhanden. Dazu kommen noch Sorten mit ausdrucksvollen Blütenzeichnungen. Zu den dunkelblütigen Schönheiten gehört beispielsweise ‘Bennotta’, die durch ihre himbeerroten Blüten gefällt, aus denen die gelben Staubblätter geradezu herausleuchten. Sie gehört nicht zu den ganz frühen Blühern, aber ab Ende Dezember öffnet sie ihre Blüten zuverlässig. Eher ins Violette spielt die Blütenfarbe von ‘Early Red’, die ihrem Namen alle Ehre macht, denn sie blüht bereits im November, ebenso ‘Early Rose’, ihre sanft dunkelrosé blühende Schwester.

Weitere Sorten der Ice‘N Roses Serie

Von besonders aparter Farbgebung sind die Blüten von ‘Frosted Rose’, die ab Januar blüht. Ihre Blütenblätter sind cremeweiß bis gelbgrün, dazu an den Rändern lila-rosa gezeichnet, und zwar wie kunstvoll mit dem Pinsel hingetuscht. Ein wenig früher, ab Dezember, blüht ‘Dark Picotee’, deren zartrosa Blüten durch dunkelrosa Pinselstriche belebt werden, die sich zu den Rändern hin verdichten. Zu den relativ spät ab Januar blühenden Sorten gehören ‘Barolo’ und ‘Merlot’, deren Namen eigentlich schon alles über die Blütenfarben sagen. Und natürlich gibt es für Liebhaber der „echten“ Christrosen auch weiße Sorten, die das Blütezeitfenster ab Januar erweitern, nämlich ‘White’ und die strahlendweiße ‘Bianco’.

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