Alle News

Grünzone: Highlights für Beet und Balkon

, erstellt von

Beliebt ist, was sich bewährt hat. Das gilt auch für die Vorlieben der Kunden bei der Auswahl ihrer Favoriten für den Balkonkasten oder das Pflanzgefäß auf der Terrasse. Dass bewährt aber nicht gleich langweilig bedeutet, zeigen die immer wieder neuen Sorten der Züchter.

Bepflanzter Korb mit Pelargonien, Verbenen und Salbei in starker Farbkombination. Foto: Pelargonium for Europe

Ansprüche an Beet- und Balkonpflanzen wachsen

Die Ansprüche an die Eigenschaften der in Sommerpflanzungen verwendeten Arten und Sorten sind nicht gerade niedrig. Neben Blühfreudigkeit, kontinuierlicher Blattgesundheit und gleichmäßigem Wuchs sollen die Pflanzen auch pflegeleicht sein. In den letzten Jahren wird auch verstärkt auf Hitzetoleranz Wert gelegt, ebenso sollten die Pflanzen nicht gleich schlapp machen, wenn die Erde einmal etwas mehr austrocknet. Und auch gelegentlicher Starkregen sollte ihnen nicht völlig den Garaus machen. Angesichts der zunehmenden Wetterkapriolen sind das verständliche Wünsche, für die Züchter aber eine Herausforderung.

Dabei wird man im Sortimentsbereich etlicher Gattungen fündig, wenn man die Lebensbereiche der Wildformen ins Visier nimmt. Bei den äußerst beliebten Pelargonien sind es vor allem die verschiedenen Duftpelargonien, die sich auch bei Hitze und Trockenheit prächtig entwickeln. Ihre Blüten sind meist weniger spektakulär, aber durchaus hübsch und oft von eigenem Reiz. Dafür ist ihr Laub nicht nur wohlriechend, sondern oft auch fein ziseliert, gerüscht und manchmal panaschiert, aber in jedem Fall dekorativ. Und sie passen zu einem weiteren aktuellen Trend, nämlich dem Wunsch nach mehr Natürlichkeit.

Pelargonien punkten mit interessantem Laub und Duft

Mit besonders interessantem Laub punktet beispielsweise ‘Pheasants‘s Foot’ mit tief geschlitztem, farnartigem Laub. Noch filigraner, beinahe fadenartig, ist das Laub von ‘Filicifolium’, während die Blätter von ‘Golden Well Sweep’ an den Rändern stark gerüscht sind, was durch ihren hellgrünen Blattrand besonders ins Auge fällt. Die Blattränder der historischen Sorte ‘Lady Plymouth’ (erste Beschreibung um 1800!) sind hingegen cremefarben, bei ‘Charmay Snowflurry’ ist das Laub unregelmäßig weiß panaschiert. Und bei ‘Chocolate Peppermint’ sind die Blattmitten passenderweise schokoladenbraun.

Teilweise kann man die Duftnoten der Sorten schon aus ihren Namen erahnen. Es gibt fast alle Aromen: Zitrone und andere Zitrusfrüchte, Minze, Schokolade, Lavendel oder Rose. Der Duft steckt in den Drüsen der Blätter, die sich daher meist rau und oft klebrig anfühlen. Blüten sind bei den Blattschönheiten meist klein und auch eher spärlich. Daher werden sie gerne mit anderen Sorten vergesellschaftet, entweder mit ebenfalls blattduftenden Schwestern wie ‘Lemon Fancy’ oder ‘Bourbon Rose’, die beide etwas reichlicher blühen und eine recht gute Fernwirkung haben.

Eyecatcher durch Blütenreichtum und ausladenden Wuchs

Auch bei den modernen Züchtungslinien, sowohl im Bereich der Peltaten als auch der Zonale- und der interspezifischen Hybriden, etablieren sich neben großblütigen, oft gefüllten Sorten immer mehr Formen, die sehr viel Wild-Charakter besitzen. Ein schönes Beispiel sind die „Cascade“-Sorten, deren Blüten durch ihre lockere Form elegant wirken. Durch ihren Blütenreichtum und die ausladende Wuchsform sind sie aber ein echter Eyecatcher.

► Noch mehr Highlights für Beet und Balkon finden Sie in g&v 2-3/2022. Dort erfahren Sie außerdem, welche Beet- und Balkonpflanzen sich besonders für Floristen eignen, welche Segmente überproportional wachsen und was wichtige Beweggründe für die Kaufentscheidungen der Verbraucher sind.

Cookie-Popup anzeigen