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Grünzone: Kein Herbst ohne Astern

Reich blühende Astern gehören zu den Höhepunkten im Herbst. Sie bringen Farbe in die Beete, aber auch auf Balkon und Terrasse. Neben den bekannten Rau- und Glattblatt-Astern warten etliche schöne und weniger bekannte Wildarten auf ihren Einsatz. Die Auswahl unter den kompakt wachsenden und damit auch gefäßtauglichen Sorten ist in den letzten Jahren größer geworden.

Aster ageratoides ‘Starshine’ wächst nur 40 Zentimeter hoch und beginnt bereits im August zu blühen. Foto: Plantipp

Aster amellus eröffnet die Saison

Den Blütenreigen eröffnet Aster amellus, die Berg- oder Kalk-Aster. Manche Sorten beginnen bereits im Juli zu blühen, die Hauptblütezeit liegt aber im August und geht bis in den September hinein. Ihre Blüten sind relativ groß und sitzen in lockeren schirmförmigen Rispen zusammen. Eine Stärke der Berg-Aster liegt in ihrer Trockenheitstoleranz, auch bei längeren Regenpausen muss sie nicht gegossen werden. Am liebsten ist ihr ein warmer vollsonniger Platz mit durchlässigem Boden.

Am schwierigsten zu bepflanzen sind immer die trockenen (Halb-)Schattenplätze, zum Beispiel unter großen Bäumen. Wer das ewige Geranium leid ist, findet unter den Astern eine echte Alternative für den Halbschatten: Aster ageratoides aus Asien, vor allem die äußerst wüchsige Auslese ‘Asran’ mit silbrig-hellvioletten Körbchenblüten, die sich im September und Oktober öffnen. Die Stauden werden etwa 80 Zentimeter hoch und verbreiten sich kontinuierlich durch kurze Ausläufer. Am besten verwendet man sie in größeren Gruppen.

Herbststaude mit wildhaftem Charme: Aster ageratoides

Ziemlich neu im Sortiment ist die Sorte ‘Starshine’, die nur 40 Zentimeter hoch wächst und bereits im August zu blühen beginnt und dann bis Oktober durchhält. Aster ageratoides ist mit ihrem wildhaften Charme aber auch eine tolle Herbststaude für größere Gefäße, vor allem wenn man mehrere davon in Gruppen zusammenstellt. Nach der Blüte kann man sie an den angesprochenen Problemstandorten auspflanzen, zum Beispiel vor der Hecke oder unter Sträuchern, wo sie die Gartenbesitzer noch viele Jahre erfreut.

Herzblatt-Aster für richtig schattige Standorte

Eine Aster für richtig schattige Standorte ist die Herzblatt-Aster (Aster macrophyllus). Dafür hätte sie gerne einen etwas humoseren Boden, deckt aber auch ganz zuverlässig den Boden mit ihren frischgrünen Blättern ab, bevor sie ab August ihre Dolden sternförmiger weißer Blüten öffnet, die auf 90 Zentimeter hohen Stängeln stehen. Dritte im Bunde der Schattenheldinnen ist die weiße Wald-Aster (Aster divaricatus), die aber nur 60 Zentimeter hoch wird und bei tiefem Schatten gerne umkippt, was ihrer Schönheit aber keinen Abbruch tut. (Katharina Adams)

Mehr zum Thema Astern inklusive Sorten-Empfehlungen lesen Sie in g&v 8/2020.

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