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Grünzone: Vorweihnachtliche Helleborus-Vielfalt

Sie gehört zur Advents- und Weihnachtszeit wie Ilex und Mistelzweig, sie schmückt Töpfe und Kästen, entweder solo oder im Zusammenspiel mit Immergrünen oder auch farbenfrohen Beerensträuchern. Gemeint ist die Schnee- oder Christrose, deren Blüten immer wieder kleine Winterwunder sind. Und zwar nicht nur in Weiß, sondern auch in vielen zauberhaften Rosa- und Violett-Nuancen.

Helleborus niger – die weißen Klassiker

Die klassische Christrose, Helleborus niger, hat stets strahlend weiße Blüten, die sich straußartig über dem dunkelgrünen, glänzenden und etwas derben Laub erheben. Durch Züchtung sind einige sehr dekorative Varianten entstanden, die sich im Wesentlichen durch die Anordnung und Form der Blütenblätter unterscheiden. Die Sorten ‘Joel’ und ‘Wintergold’ besitzen zum Beispiel besonders große Blüten, bei ‘Joshua’ und ‘Jonas’ sind die Blüten eher sternförmig, während sie bei ‘Jesse’ besonders schalenförmig ausgeprägt sind. Auch halbgefüllt und gefüllt blühende Formen sind inzwischen erhältlich. Hier wären die Sorten ‘Snow Frills’ und ‘Goldmarie’ zu nennen.

Auch hinsichtlich der Wuchshöhe gibt es einige Unterschiede. ‘Joshua’ und ‘Jubelio’ wachsen besonders kompakt. In etwas größeren Gefäßen lassen sie sich gut mit eher zierlichen Begleitpflanzen vergesellschaften, zum Beispiel mit Schlangenbart (Ophiopogon), immergrünen Gräsern wie Carex oder auch mit Heuchera, deren rötliches oder auch hellgrünes Laub wintergrün ist und einen sehr schönen Kontrast bildet.

Moderne Hybriden für farbige Blütenvarianten

Neue Blütenfarben von Cremefarben über Zartrosa bis Dunkelviolett kommen mit modernen Hybriden ins Spiel. Die großblütigen Formen von Helleborus x lemperii sind aus Kreuzungen von Helleborus niger und der Lenzrose (Helleborus orientalis) entstanden. Das Ergebnis sind Pflanzen mit dem Habitus der Christrose, aber eben mit farbigen Blüten. Ihre Blütezeiten variieren dabei je nach Sorte. Die frühen öffnen bereits im November ihre Blüten, andere folgen im Dezember. Überzeugend ist dabei die ausgesprochen lange Blütezeit weit über Weihnachten hinaus. Bereits ab November blüht ‘Linda’ in zartem Cremegelb, ebenso ‘Leila’, deren Blüten dunkel weinrot sind und darüber hinaus durch eine feine gesprenkelte Zeichnung der Blütenblätter auffallen. Ab Dezember folgen dann die bordeauxrot blühende ‘Leona’, die himbeerrosa blühende ‘Lulu’ oder auch ‘Liara’, deren Blüten zartviolett sind und durch einen dunkleren Rand besonders ausdrucksvoll wirken.

Besondere Akzente mit Gräsern und Koniferen setzen

Ebenso wie die Christrosen eignen sie sich bestens für die Kombination mit immergrünen Blattschmuckpflanzen, Koniferen und beerigen Zwerggehölzen. Noch mehr als bei den weiß blühenden Varietäten können gelb- und hellgrünlaubige Gräser und Koniferen mit gelbgrünen Nadeln hier besondere Akzente setzen. (Katharina Adams)

► Mehr über die vorweihnachtliche Helleborus-Vielfalt lesen Sie in g&v 10/2021. Darin zeigen wir Ihnen außerdem, wie sich der Klassiker in der Floristik neu inszenieren lässt.

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