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Industrieroboter sollen künftig Schnittblumen verarbeiten

In der Schnittblumen-Industrie besteht ein wachsender Bedarf an der Automatisierung arbeitsintensiver Aufgaben. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, haben sich die niederländischen Unternehmen Jamafa Machinery und Dero Groep zusammengeschlossen. Das Ziel: Mit Hilfe von Industrierobotern soll die Schnittblumen-Verarbeitung automatisiert werden.

Die vielen Hände bei der Schnittblumen-Verarbeitung werden in Zukunft durch Maschinen ersetzt. Foto: Jamafa

Roboter bieten eine Reihe von Vorteilen

Jamafa ist auf Schnittblumen-Verarbeitungsmaschinen spezialisiert, Dero bietet Lösungen im Bereich Produktionsautomatisierung an. Gemeinsam wollen die beiden in den Niederlanden ansässigen Unternehmen ihr Fachwissen über die Verarbeitung von Schnittblumen mit Know-how bei der Anwendung von Industrierobotern kombinieren, teilt Dero zu der künftig geplanten Firmenkooperation mit. Der Einsatz solcher Roboter kann eine Lösung für den wachsenden Bedarf an der Automatisierung arbeitsintensiver Aufgaben bieten, der aufgrund des Mangels an guten Arbeitskräften in der Schnittblumen-Industrie besteht, sind sich beide Unternehmen sicher. Denn: Roboter können flexibel für sich wiederholende Aufgaben eingesetzt werden, sind immun gegen Krankheiten, liefern eine stabile Qualität und können rund um die Uhr arbeiten.

Bisher kaum Industrieroboter in der Schnittblumen-Industrie

Bislang werden in der Schnittblumen-Industrie trotz des Fortschritts in vielen Branchen kaum Roboter eingesetzt, erklären die beiden Unternehmen. Das soll sich nun ändern. „Innerhalb der Branche stellen wir fest, dass der Bedarf an Automatisierung von Handarbeit stark zunimmt“, sagt Karel van Hattum von Jamafa Machinery. „Bis vor kurzem waren die Arbeitskräfte ausreichend verfügbar und relativ billig. Die Zeiten ändern sich schnell. Deshalb arbeiten wir seit Jahren daran, die Verarbeitung von Blumen weiter zu automatisieren.“

Verarbeitung loser Blumen erfordert spezielle und flexible Lösung

Es werde nicht nur immer schwieriger, die richtigen Leute zu finden, auch die Arbeitskosten und die immer strengeren Regeln für das Arbeitsumfeld führen zu einer zunehmenden Auswahl an Robotern. Die Verarbeitung der losen Blumen sei dabei immer noch der Knackpunkt. „Wir haben jedoch festgestellt, dass die Komplexität des Umgangs mit Blumen eine spezielle und flexible Lösung erfordert. So sind wir zu Industrierobotern gekommen“, erklärt van Hattum. (ms)

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