Alle News

Marktbericht: Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Pflanzen gestiegen

, erstellt von

In dieser Woche hätte die IPM in Essen stattfinden sollen. Die Messe Essen hat das zum Anlass genommen, bei der Agentur Co Concept eine umfassende Marktanalyse in Auftrag zu geben. Daraus geht abermals hervor, dass Blumen und Pflanzen einen regelrechten Run erlebt haben.

Blumen und Pflanzen haben zuletzt einen regelrechten Boom erlebt. Foto: IPM Essen

Pro-Kopf-Ausgaben erreichen Rekordhoch

Die vergangenen beiden Jahre waren geprägt von Corona, Lockdowns, Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben und Social Distancing sind nur einige der Herausforderungen, die auch die Wirtschaft zu stemmen hatte. Wie Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zeigen, stiegen die Verbraucherausgaben bereits 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent. 2021 werde mit einem gesteigerten Marktvolumen in Höhe von rund 9 Prozent zu rechnen sein. Bei den Ausgaben pro Kopf für Blumen und Pflanzen lässt sich dieser Boom gut ablesen. Laut AMI betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben in Deutschland für Blumen und Pflanzen 2019, also vor der Pandemie 108 Euro, 2020 gaben die Bundesbürger jeweils bereits 113 Euro aus und 2021 stieg der Wert sogar auf ein Rekordhoch von 124 Euro. Das Kundenaufkommen im Grünen Facheinzelhandel sei Einschätzungen zufolge auch um zehn bis 20 Prozent gestiegen.

Bester Muttertag im Blumenfacheinzelhandel

In der Marktanalyse wirft Co Concept auch einen Blick auf die Sonderverkaufstage im Blumenfachhandel. Lediglich der Valentinstag sei 2021 nicht besonders gut gelaufen, heißt es, da dieser direkt in den Lockdown fiel. Der Muttertag wiederum sei einer der besten gewesen. Demnach kam das Angebot an Muttertag der hohen Nachfrage kaum hinterher, wie der BGI in einer Blitzumfrage herausfand. Nicht wenige Großhändler meldeten Umsatzsteigerungen von bis zu 40 Prozent. Insgesamt sei auch eine Bereitschaft zu höheren Preisen spürbar gewesen, Sträuße bewegten sich zwischen 30 bis 40 Euro im Verkauf. Im Schnitt stiegen die Ausgaben für Schnittblumen 2021 um ungefähr 24 Prozent.

LEH profitiert am meisten vom Pflanzenhype

Zu schaffen machte dem Blumeneinzelhandel allerdings der steigende Exportanteil von niederländischen Schnittblumen an Supermärkte und Discounter. Mit 34 Prozent fällt der größte Teil des Exports an diese Absatzkanäle, erst auf Rang zwei mit 29 Prozent kommen die Blumengroßmärkte. Gartencenter belegen in dieser Statistik mit 14 Prozent Platz drei vor Blumenfachgeschäften und Cash & Carry-Märkten mit sieben beziehungsweise 8 Prozent. Allein, dass der Absatzkanal Supermarkt im Lockdown weiterhin öffnen durfte und die Sortimente um Pflanzen deutlich erweitert wurden, trug dazu bei, dass der LEH überproportional vom allgemeinen Pflanzenhype profitieren konnte. Im ersten Quartal 2021 verzeichneten Supermärkte und Discounter demnach ein Ausgabenplus bei Dekosträußen von über 80 Prozent. Hier erwarten Experten auch zukünftig eine weitere Verschärfung der Situation.

Onlinehandel spielt immer größere Rolle

Bei der Vermarktung von Blumen und Pflanzen spielt zudem der Onlinehandel eine immer größere Rolle und tritt so langsam aus dem Schatten. Das Wachstum wurde hier durch die Pandemie deutlich beschleunigt. Insgesamt wurden in der Warengruppe „Garten“ bisher rund 8,5 Prozent online vermarktet. Bei Blumen und Pflanzen sei aber ein überdurchschnittliches Wachstum zu beobachten. Den kompletten Marktbericht können Sie unter diesem Link einsehen.

Cookie-Popup anzeigen