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Popsongs floral interpretiert

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Die floristischen Meisterprüfungen an der Akademie für Naturgestaltung lesen sich wie eine „Best of“-LP der Popkultur. 20 Florist:innen interpretieren populäre Rock- und Popsongs der 60er- bis 90er-Jahre in ihren Abschlussarbeiten. Ausgestellt werden die Arbeiten Anfang September im niederösterreichischen Stift Zwettl.

Die 20 Teilnehmer:innen der Meisterprüfungen an der Akademie für Naturgestaltung blicken voller Vorfreude auf ihre Aufgabe. Foto: Akademie für Naturgestaltung

Thema aus religiösem Umfeld

Insgesamt 20 Absolvent:innen aus Österreich, Deutschland, Ungarn und der Schweiz nehmen am  Vorbereitungskurs auf die Meisterprüfung im Handwerk Florist an der Akademie für Naturgestaltung teil. Nach der Ausbildungszeit stehen demnächst die Abschlussprüfungen vor den Prüfern aus ganz Österreich an, die in diesem Jahr den Titel „Hymnus“ tragen. Insgesamt zwei Jahre lief der Vorbereitungskurs, an dessen Ende eine mündliche, eine schriftliche, sowie eine praktische Prüfung stehen. In der Praxis werde sich alles um Musik drehen, so lässt es bereits der Titel erahnen. Musik und blumige Kreationen haben vor allem eins gemeinsam, sie übermitteln beide Emotionen. Ein Hymnus ist rein wörtlich übersetzt eine Verherrlichung oder ein Lobpreis und stammt ursprünglich aus dem religiösen Umfeld, kann aber heute viel freier interpretiert werden.

Die Popsongs der Meisterarbeiten

Was macht heutzutage, in einer schwieriger werdenden Zeit, besonders Sinn, gelobt zu werden? Musik von Weltbedeutung wurde letztendlich ausgesucht, die dann floral interpretiert werden soll. Popsongs, die die Welt bewegten und vielleicht auch ein Stück weit veränderten. Die Auswahl der 20 Tracks erstreckt sioch über verschiedene Dekaden, angefangen bei den 1960er Jahren und „Here comes the Sun“ von der wohl einflussreichsten Popband aller Zeiten, den Beatles. Ebenfalls eine Generation prägten Ende der 60er „California Dreamin“ von the Mamas and the Papas und „Bridge over troubled Water“ von Simon & Garfunkel. „Sag mir wo die Blumen sind“ von Marlene Dietrich, „My sweet Lord“ vom Ex-Beatle George Harrison oder „Somewhere over the Rainbow“ von Judy Garland bilden weitere Grundlagen für floristische Interpretationen. Einen Sprung in die 1970er gibt es beim Song „Let’s stay together“, ursprünglich von Al Green und später populär gemacht von Tina Turner in den 1980er Jahren. „Freedom“ von George Michael repräsentiert schließlich die 90er.

Ausstellung am 10. Und 11. September 2022

Allen Teilnehmer:innen wurde jeweils ein Popsong zugeteilt, der von ihnen durch Blumen ausgedrückt sichtbar gemacht werden soll. Die Werkstücke werden anschließend in den historischen Räumen des Stifts Zwettl in Niederösterreich präsentiert. Das Stift verwandelt sich für das Wochenende um den 10. Und 11. September 2022 jeweils von 10 bis 18 Uhr in ein Blumenmeer aus Popsongs. Tickets zur Ausstellung kosten 15 Euro pro Person.

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