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Valentinstag: FDF richtet Forderung an Politiker

Vor dem Hintergrund des anstehenden Valentinstags und dem bis dahin andauernden harten Lockdown in Deutschland hat der FDF in einem Schreiben an Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine bürokratische Vereinfachung und eine zügige Auszahlung der Überbrückungshilfe gefordert.

In einem persönlischen Schreiben an die Bundesminister Olaf Scholz und Peter Altmaier forderte FDF-Präsident Helmut Prinz eine zügige Auszahlung der Hilfen. Foto: Ilona Krijgsman/ Pixabay

Lockdown bis Valentin stellt Betriebe vor Herausforderung

Der Valentinstag gehört zu den wichtigsten Blumenschenktagen des Jahres und ist für sämtliche Blumenfachgeschäfte der Republik eine der umsatzstärksten Phasen. In diesem Jahr wird dieser Tag aber eine besondere Herausforderung für die Floristen werden. Uneinheitliche Regelungen gelten in den verschiedenen Bundesländern. In einigen darf mit eingeschränktem Sortiment geöffnet werden, in anderen sind die Läden zu, beziehungsweise haben ihr Angebot auf „click und collect“ und Lieferservices beschränken müssen. Diese Betriebe seien laut FDF nun umso mehr gefordert, ihre Valentin-Angebote kontaktlos und über alternative Kommunikations-Kanäle wie die Social Media Plattformen zu vermitteln. Allerdings sei zu beobachten, dass „die Wertschätzung für Florales und Blumiges durchaus vorhanden ist.“ Wichtig sei es, die Kunden auf die Angebote aufmerksam zu machen.

Zügige Auszahlung der Überbrückungshilfen gefordert

Vor diesem Hintergrund wies FDF-Präsident Helmut Prinz den Bundesfinanzminister Olaf Scholz in einem persönlichen Schreiben auf die existenziellen Konsequenzen für die Branche hin. Zum einen erlebe man, dass Blumen und Pflanzen in Supermärkten verkauft werden, man selber aber gezwungen werde, sein Geschäft einzuschränken. In seinem Schreiben betonte Prinz, dass es dringend notwendig sei, die Überbrückungshilfe bürokratisch weiter zu vereinfachen. Zudem sei es für viele Unternehmen von existentieller Bedeutung, die Überbrückungshilfen zügig auszuzahlen. „Während die Anträge auf Kurzarbeit zeitnah und vergleichsweise unbürokratisch bearbeitet werden und dieses Instrument ein probates Mittel der Arbeitsplatz-Sicherung auch für unsere Betriebe darstellt, so sind mit der Beantragung und Auszahlung der Überbrückungshilfen große bürokratische Hürden verbunden, mit denen selbst erfahrene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ihre Probleme haben“, so Prinz in seinem Schreiben.

Begrüßung der neuen Überbrückungshilfe

Mit besonderer Anerkennung betonte Prinz, die in der Überbrückungshilfe mittlerweile geregelte Aussicht, dass für den besonders betroffenen Einzelhandel die handelsrechtlichen Abschreibungen auf nicht verkäufliche Saisonware bei den Fixkosten berücksichtigt werden sollen. Des Weiteren werden auch die vereinfachten Zugangsvoraussetzungen und die Erhöhung der monatlichen Förderhöchstbeträge für Unternehmen und Soloselbständige in der neuen Überbrückungshilfe ausdrücklich begrüßt (gundv.de berichtete). Jetzt müsse allerdings sichergestellt werden, dass die Hilfen auch zügig in den Betrieben, wo sie benötigt werden, ankommen.

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