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Valentinstag: Umsätze vieler Floristen deutlich gesunken

Deutlich bis dramatisch gesunken sind die Umsätze vieler Floristen zum Valentinstag im Vergleich zum Vorjahr, wie eine nicht-repräsentative Blitzumfrage des FDF unter seinen Mitgliedern ergeben hat. Gleichzeitig äußerten sich knapp zwei Drittel der Befragten zufrieden mit Verkauf und Umsatz, was der FDF auf die ohnehin sehr eingeschränkte Erwartungshaltung in diesem Jahr zurückführt.

Keine rosigen Zeiten: Viele Floristen verzeichnen seit Jahresbeginn rückläufige Umsätze. Foto: Lisa K/Pixabay

Viele Blumenfachgeschäfte im Lockdown, andere dürfen öffnen

Die Floristik-Branche befindet sich in diesem Jahr in einer schwierigen Situation, wie der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) erklärt: Der Valentinstag fiel 2021 auf einen Sonntag, außerdem konnten die Blumenfachgeschäfte in etlichen Bundesländern aufgrund des Lockdowns Valentinssträuße lediglich per Click & Collect verkaufen. Eingeschränkt und unter Einhaltung strenger Sicherheits- und Hygienevorschriften öffnen durften dagegen die Floristen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sowie seit dem 13. Februar auch in Niedersachsen. Dieser „Flickenteppich“ rufe gerade in grenznahen Regionen großes Unverständnis hervor, wie der FDF berichtet.

Gut bis sehr gut liefen der Umfrage zufolge – wie erwartet – Fleurop-Bestellungen. Vor diesem Hintergrund gaben 65 Prozent der vom FDF zum diesjährigen Valentinstag befragten Floristen an, mit Verkauf und Umsatz zufrieden zu sein. Im Vergleich zum Valentinstag 2020 verzeichneten 74 Prozent der Umfrage-Teilnehmer allerdings in diesem Jahr deutlich bis dramatisch gesunkene Umsätze, berichtet der FDF. So hätten es unter anderem Floristen in Innenstadt-Lage deutlich schwerer gehabt, zudem habe der als „Flockdown“ bezeichnete massive Wintereinbruch unter anderem in Nordrhein-Westfalen potenzielle Kunden in ihren Wohnungen nahezu festgesetzt. Auf der anderen Seite habe die winterliche Witterung zusammen mit dem Wegfall der Karnevalsfestivitäten dafür gesorgt, dass viele es sich zuhause besonders schön machen wollten. Da die Floristen laut FDF in diesem Jahr zum Valentinstag generell eher vorsichtig und „auf Sicht“ eingekauft hätten, seien einige daher positiv überrascht worden und mussten kurzfristig nachkaufen.

LEH macht Floristen das Leben zusätzlich schwer

Den Blumenfachgeschäften das Leben zusätzlich schwer gemacht habe der Lebensmitteleinzelhandel (LEH), der rund um den diesjährigen Valentinstag sein Sortiment an floralen Angeboten massiv erweitert und vielfach zu „unterirdischen Preisen“ verkauft habe. Insbesondere in den Bundesländern, in denen die Blumengeschäfte vom Lockdown betroffen sind, war für viele Floristen darüber hinaus „kaum zu ertragen“, dass der LEH der Branche in diesem Jahr auch mit hochpreisigen und qualitativ hochwertigen Angeboten das Geschäft streitig gemacht habe.

Befragt nach den Vorlieben der Kunden, gaben die Floristen gegenüber dem FDF an, dass in diesem Jahr Bouquets in Rosé- und Pink-Tönen sowie bunte Frühlingssträuße „in lebendiger Natürlichkeit“ gefragt waren. Generell standen Sträuße auch zum Valentinstag 2021 ganz oben in der Käufergunst, während rote Rosen der Umfrage zufolge in diesem Jahr weniger im Fokus standen. 59 Prozent der Kunden hätten Arrangements im Preissegment zwischen 20 und 35 Euro nachgefragt, einzelne Floristen gaben zudem an, dass hochpreisige florale Kreationen nachgefragt wurden. Aus der Preisakzeptanz der Verbraucher lasse sich zudem ein positives Feedback für das Floristen-Handwerk und seine Produkte ableiten, wie 75 Prozent der Umfrage-Teilnehmer erklärten.

FDF-Mitglieder berichten von teils existenziellen Einbußen

Zur generellen Umsatzentwicklung befragt, gaben viele Floristen gegenüber dem FDF deutliche bis existenzielle Einbußen seit Dezember an, 73 Prozent der Umfrage-Teilnehmer verzeichnen seit Jahresbeginn rückläufige Umsätze in ihren Blumengeschäften – insbesondere in den Bundesländern, in denen die Floristen vom Lockdown betroffen sind, kämpfen demnach viele Unternehmen nach eigenen Angaben ums Überleben. Im Jahresverlauf 2020 seien viele FDF-Mitglieder dagegen noch vergleichsweise optimistisch gewesen und hätten von stabilen Umsatzergebnissen berichtet. (ds)

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