News

Retro-Trend: Getrocknete Blumen

Trends kommen und gehen und regelmäßig tauchen bereits vergessen geglaubte Trends wieder auf. So tauchen in den sozialen Netzwerken aktuell auch immer wieder Arrangements von getrockneten Blumen auf, besonders bei Influencern sorgen Trockenblumen für zahlreiche Likes.

Getrocknete Arrangements sind wieder hip und en vogue. Foto: SEASHELL IN LOVE - Kristin / Unsplash

Trend der 80er und 90er Jahre

Getrocknete Blumen kennt nahezu jeder aus seiner Kindheit. Oftmals hatten die Großeltern solche Blumen-Arrangements in den eigenen vier Wänden stehen, denn diese hielten lange bis ewig. Eine Eigenschaft, die besonders die sparsame Generation nach dem Krieg ansprach. Frische Blumen sind zwar schön, doch für viele Haushalte damals nicht im Budget. Bekam man einen Strauß Blumen geschenkt, wurde der durchs Trocknen nicht selten haltbar gemacht, sodass sich die Großmütter lange daran erfreuen konnten. Zum Trocknen eignen sich viele Schnittblumen, ganz besonders aber Rosen, Hortensien und Nelken, hinzu kommen Pflanzen wie Schleierkraut, Baumwolle, Schilf, Pampasgras, Eukalyptus und Getreidehalme. Als Staubfänger verloren getrocknete Blumen allerdings bald an Bedeutung. Junge Menschen wollten frische Ware in der Wohnung haben.

Rückbesinnung auf Vergangenheit

Getrocknete Arrangements tauchen heutzutage also wieder vermehrt auf, doch woran liegt das? Mit Trends ist es ja so eine Sache, was heute en vogue ist, kann morgen schon wieder out sein. Allerdings kehren solche Trends branchenübergreifend ungefähr alle 25 bis 30 Jahre wieder. In der Mode tauchen 90er Jahre Designs auf den Laufstegen wieder auf, in der Musik zitieren aktuelle Künstler die Popkultur der 90er Jahre von Techno über Grunge bis hin zu Hip Hop und Britpop und auch die getrockneten Blumen feiern ein Comeback.

Getrocknete Blumen als Ergänzung zum frischen Sortiment

Influencer zeigen es bereits auf Instagram und Co. und posieren vor getrockneten Blumen-Arrangements, womit sie unzählige Likes kassieren. Auch Floristen können diesen Trend aufgreifen und neben dem frischen Sortiment auch ausgewählte getrocknete Gestecke, Arrangements oder lediglich einzelne Blumen und Pflanzen getrocknet anbieten. Angst zu haben, dass die Ware vorzeitig im Geschäft verwelkt, braucht man damit jedenfalls nicht zu haben. (Sven Weschnowsky)