News

Rosen aus fairem Handel: Umsatz und Absatz steigen

Fairtrade-gesiegelt kommt bei Verbrauchern immer mehr an: Im vergangenen Jahr kauften sie Produkte im Wert von 1,62 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzplus von 22 Prozent, wie es im Jahres- und Wirkungsbericht von Transfair heißt. Zu den Verkaufsschlagern zählen neben Kaffee, Kakao, Früchten und Baumwolle auch Rosen.

Fairtrade-gesiegelte Rosen sind in Supermärkten der Kundenhit. Foto: Nathalie Bertrams/Transfair

Rund 128 Millionen Euro Umsatz mit Fairtrade-Rosen

Der Umsatz mit fair gehandelten Rosen lag im vergangenen Jahr bei rund 128 Millionen Euro, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. In diesem Jahr wird mit einem neuen Fairtrade-Rosen-Angebot bei Aldi ein weiteres Umsatzplus erwartet. Der Absatz: Rund 427 Millionen Stiele wurden hierzulande verkauft, das sind ebenfalls fünf Prozent mehr als 2018 und entspricht 28 Prozent aller Rosen.

Der größte Teil werde in Supermärkten wie Edeka/Netto, Rewe/Penny oder Aldi Süd verkauft. Rund drei Prozent werden über Floristen angeboten. Dort seien Omniflora, Fleurop und Blume 2000 wichtige Partner, so Transfair. Neben Rosen werden auch Fairtrade-Chrysanthemen und -Weihnachtssterne von den Kunden stark nachgefragt, so die Initiative. So wurden 2018 etwa 850.000 Weihnachtssterne abgesetzt, wie die unsere Redaktion erfuhr.

Blumenkampagne für mehr Geschlechtergerechtigkeit

Auf sich und seine Produkte aufmerksam macht Fairtrade durch gezielte Aktionen. Beispielsweise fand im vergangenen Jahr die Blumenkampagne „Flower Power“ an besonderen Tagen wie dem Valentinstag, dem Weltfrauentag und dem Muttertag statt. Das Ziel: mehr Geschlechtergerechtigkeit.

Insgesamt und 5.600 Fairtrade-Produkte waren im vergangenen Jahr auf dem Markt, erklärt Transfair. Die unabhängige Initiative zur Förderung des fairen Handels vertritt Fairtrade in Deutschland.

Fairtrade-Produkte am Siegel erkennbar

Erkennbar für Konsumenten sind sie am Fairtrade-Siegel. Das bekannteste steht für fair angebaute und gehandelte Produkte, bei dem alle Zutaten zu 100 Prozent unter Fairtrade-Bedingungen gehandelt sind. Auch müssen sie physisch rückverfolgbar sein. Das bedeutet, dass das Produkt und sein Inhalt Eins-zu-eins von der Fairtrade-Produzentenorganisation stammen.

Neben dieser Kennzeichnung gibt es weitere spezielle Siegel. Beispielsweise mit dem Zusatz „contains Fairtrade ingredient“ (übersetzt: enthält Fairtrade-Bestandteil) sowie ein Siegel für Baumwolle und Gold. (ms)