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Trauerfloristik: mehr Umsatz bei Online-Bestellungen

Wie hat sich die Kundenberatung im Trauerfall gewandelt? Was ist für jüngere Kunden heute wichtig und wie lässt sich das Internet nutzen? g&v hat bei Trauerfloristen nachgefragt und ist auf einen neuen Anbieter gestoßen, der für Friedhofsgärtnereien eine eigene Online-Plattform individuell zuschneidet.

Die Affinität der Kunden zum Internet nimmt auch im Bereich Trauerfloristik immer weiter zu. Foto: baranq/Fotolia

Kundenberatung in der Trauerfloristik heute vielfältiger

„Die Kundenberatung ist heute vielfältiger geworden. Es werden verschiedene Medien genutzt wie das Internet über Tablet, PC oder Handy. Stammkunden und ältere Kunden kommen gerne zu uns in den Laden und lassen sich beraten. Firmenkunden, die Trauerschmuck bestellen, nutzen oft unseren Online-Shop oder greifen zum Telefonhörer“, erzählt Karin Müller, Strobel Friedhofsgärtnerei und Floristik in München.

Natürlich gebe es auch einige Kunden, die sich im Internet Bilder aussuchen und damit ins Geschäft kommen, ähnlich wie bei Hochzeitsplanungen. „Allerdings stellen wir immer wieder fest, wie wichtig es ist, mit Menschen in Kontakt zu treten, wenn man sich von einem geliebten Menschen verabschieden muss. In einem direkten Gespräch wird der persönliche Schleifentext oder die individuelle Gestaltung des Blumengebindes besprochen, die persönliche Erinnerung an den Verstorbenen fließt dabei ins Gespräch mit ein. Von einer Homepage erhält der Kunde dagegen keinen Zuspruch“, so Müller.

Vor allem jüngere Kunden nutzen das Internet

Kunden – besonders jüngere – informieren sich oft über das Internet, beobachtet Hermann Klauth, Blumen mit Pfiff (Erkelenz). Bestellungen von Trauerfloristik sind bei ihm übers Internet möglich. „Aber für eine individuelle Bestattung vereinbaren wir immer einen Beratungstermin im Geschäft und/oder auf dem Friedhof“, zeigt Klauth auf.

„Die Bestattungskultur hat sich auch bei uns in der Kleinstadt stark verändert. Mittlerweile liegt die Urnenbestattung bei 60 Prozent. Viele ältere Menschen sorgen selbst für ihre Bestattung vor, mit Vorsorgeverträgen, was ja auch gut ist. Aber ein Austausch über eigene Wünsche zwischen Jung und Alt findet leider immer weniger statt. Das macht die Beratung heute für uns nicht einfacher.“

Einkauf von Trauerartikeln im Internet bequemer

Ralf Kretschmer von der Kieler Gärtnerei Kretschmer sieht in der Trauerfloristik einen Wandel bedingt durch mehrere Facetten. „Da es immer mehr Trauerfeiern zur Feuerbestattung oder an der Urne gibt, wird entsprechend der Grabgröße auch der Blumenschmuck kleiner. Das Argument ‚Es ist ja nicht viel Platz‘ greift immer öfter. Wir verkaufen eher ein Gesteck als einen Kranz.“

Immer größer sei der Online-Shop für Trauerartikel geworden, fährt Kretschmer fort. „Der Einkauf ist bequem und kann zu jeder Zeit gemacht werden. Wir beobachten dabei, dass der Umsatz je Werkstück größer ist als bei einer Bestellung im Laden.“

Einen höheren Umsatz je Werkstück bei einer Online-Bestellung beobachtet auch Michaela Seidler, Floristik – Grabpflege – Gärtnerei Raff in Stuttgart. Sie hat mit FloraCor von Itogether, einer inhabergeführten Agentur für Online-Marketing, Webseiten und Fotografie, eine Online-Plattform gefunden, die auf genau diese Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten ist.

Online-Plattform spricht potenzielle Kunden von Trauerfloristen an

„Die Hauptfunktion von FloraCor ist die Erschließung eines neuen Absatzkanals – des Mediums Internet“, erklärt Steffen Stark, Geschäftsführer von FloraCor. „Mithilfe der neu eingerichteten Online-Plattform – individuell für jeden Kunden – und der regionalen Bewerbung der Angebote über Google werden potenzielle Kunden angesprochen, die auf der Suche nach einem Trauerfloristen oder Friedhofsgärtner in der unmittelbaren Umgebung sind – und zwar in dem individuell festgelegten Umkreis.“ (Therese Backhaus-Cysyk)

Mehr zur Online-Plattform FloraCor lesen Sie in der g&v 3/2019, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.