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Weidenkätzchen: flauschige Frühlingsboten

Die ersten blühenden Weiden gehören nicht nur zu den wichtigen Nahrungspflanzen für Hummelköniginnen und Wildbienen, sondern sie sind auch für uns Menschen ein untrügliches Zeichen dafür, dass nun der Frühling beginnt. Solo oder auch zusammen mit bunten Zwiebelblühern in einen dekorativen Topf gepflanzt, werden sie zum Must-have für frühlingssehnsüchtige Kunden.

Zur Blüte im zeitigen Frühjahr sind Weidenkätzchen eine Augen- und eine wichtige Bienenweide. Foto: Pixabay

Wildformen für Garten und Kübelkultur nicht geeignet

In der freien Natur sieht man schon von weitem, wenn die ersten Weiden zu blühen beginnen. Zunächst sind die Sträucher wie von silbrigen Wolken umhüllt, später färben sich die Kätzchen bei den meisten Arten dottergelb und leuchten einem weithin entgegen. Die überwiegende Anzahl der Wildformen ist für den Garten, geschweige denn die Kübelkultur, nicht geeignet, denn es handelt sich um ausladende Sträucher oder hohe Bäume.

(Zwerg-)Weiden für Kübel und Tröge

Aber natürlich gibt es etliche kleinwüchsige Arten, die sehr attraktiv sind und sich für die Pflanzung in Kübeln oder Trögen geradezu anbieten. Spannend sind kriechende Zwergweiden oder auch kompakte buschförmige Arten, die durch einen gefälligen Habitus überzeugen. Zur Blüte im zeitigen Frühjahr sind sie eine Augen- und eine wichtige Bienenweide, bei vielen ist außerdem das Laub sehr dekorativ, und für den Winteraspekt haben einige auch noch eine schöne Rinde in petto.

Am bekanntesten dürfte wohl die Hänge-Salweide (Salix caprea ‘Pendula’) sein, die immer auf Stamm veredelt wird, und an deren überhängenden Zweigen reinweiße Kätzchen wie an einer Perlenschnur aufgereiht sitzen. Später werden auch bei ihr die gelben Staubgefäße präsent und sorgen für einen Farbwechsel.

Engadin-Weide mit nur einem Meter Wuchshöhe

Mit gut einem Meter Wuchshöhe hat die Engadin-Weide (Salix hastata ‘Wehrhahnii’) genau die richtige Größe, um in einem dekorativen Gefäß den Hauseingang oder die Terrasse zu schmücken. Diese besonders großblütige Form der Spieß-Weide wurde um 1930 in der Schweiz gefunden und fand danach rasch Eingang in die Gartenkultur. Ab März erscheinen die flaumigen weißen Kätzchen, die dann gleichzeitig mit dem Laubaustrieb immer länger werden und ihre goldgelben Staubgefäße zeigen. Die eiförmigen Blätter sind nur anfangs leicht behaart. Anders als die meisten anderen Weiden kommt die Engadin-Weide auch mit halbschattigen Standorten sehr gut zurecht. (Katharina Adams)

Mehr zu den flauschigen Frühlingsboten, flach und kriechend wachsenden Arten, außergewöhnlichen Weiden mit rosaroten Kätzchen und Pflegetipps fürs Kundengespräch lesen Sie in der aktuellen g&v 12/2019, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.