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03. 10. 2017

Weihnachtliche Christrosen

Dekorative Elemente wie Teelichter und Bänder in Verbindung mit den weißen Blüten der Christrosen erzeugen eine weihnachtliche Atmosphäre. Foto: Heuger

So zart und gleichzeitig so standhaft bei Kälte und Frost, gehören Christrosen zu den schönsten Botschafterinnen des Winters und der Weihnachtszeit. Ihre Schalenblüten mit den leuchtend gelben Staubgefäßen sind einfach bezaubernd, findet Katharina Adams.

Christrosen: Winterharte Weihnachtsboten

Wenn die Natur im tiefsten Winterschlaf liegt, hat sie ihren großen Auftritt: Helleborus niger, die Christrose, manchmal auch Schneerose genannt. Beide Namen geben Auskunft über ihre wichtigste Eigenschaft, nämlich ihre Fähigkeit, mitten im Winter, bei Schnee und frostigen Temperaturen ein kleines Wunder zu vollbringen. 

Dann, während sich fast alle anderen Stauden noch in der Winterruhe befinden und sich höchstens darauf vorbereiten, bei den ersten wärmeren Temperaturen rasch die Blüten zu öffnen, kommt die Christrose manchmal schon ab November zur Blüte, spätestens aber zu Weihnachten.

Verbreitung der Christrose

Die Christrose stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich in den letzten Jahrtausenden nach Westen und Norden ausgebreitet. Sie ist heute in Süd- und Mitteleuropa beheimatet und wächst auch in Gebirgslagen von bis zu 2000 Metern Höhe. Schon vor einigen hundert Jahren wurden Christrosen in Klostergärten kultiviert und gezüchtet. Auch den Römern war die wunderschöne Pflanze bekannt, sie stand für ein langes, erfülltes Leben und sollte vor bösen Geistern und Krankheiten schützen. 

Im Mittelalter wurde die Pflanze als Heilmittel gegen zahlreiche Krankheiten eingesetzt, ihre Einnahme ist jedoch mit höchster Vorsicht zu genießen, denn alle Pflanzenteile sind giftig. Auch heute noch werden ihre Wirkstoffe in der Homöopathie verwendet. Die Wildform ist inzwischen selten zu finden und steht daher unter Naturschutz.

Die richtige Pflege

Christrosen sind kalkliebende Pflanzen, sie bevorzugen im Garten mäßig frische Böden im lichten Schatten und werden daher gerne am Beet- oder Gehölzrand gepflanzt. Sie kommen aber auch mit sonnigen Plätzen zurecht, solange es dort nicht zu heiß und trocken ist. Im Beet wirken sie am besten in kleinen Gruppen. Sie können einzeln oder in kleinen Gruppen gepflanzt werden und sind auch im Kübel eine Zierde. (Katharina Adams)

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