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Weniger Kosten durch neue Abschlussprüfung

Um die praktische Abschlussprüfung für Meisterschülerinnen und -schüler zeitlich zu entspannen, hat die Meisterschule für Floristik und Gestaltung in Straubing ihr Prüfungsverfahren neu strukturiert. Wo den Absolventinnen und Absolventen bislang lediglich ein Monat für die Vorbereitung ihrer Werkstücke zur Verfügung stand, erstreckt sich die praktische Prüfung jetzt über drei Monate. Die Ausstellung der Meisterstücke findet ab 2020 nicht mehr im Juli, sondern im September statt.

Mehr Zeit für ihre Ausbildung haben künftig Straubings Floristmeisterschüler. Foto: Werkfoto

Weniger Aufwendungen und Stress

„Damit reagieren wir zum einen auf die große und äußerst belastende Anhäufung von Prüfungen im Juli“, erläutert Schulleiter Johann Dilger. „Unser vorrangiges Ziel ist es jedoch, das Erlangen des Meistertitels kostengünstiger zu machen – und das bei gleichbleibendem Niveau.“ Nach neuer Planung finden die schriftlichen und mündlichen Prüfungen wie gewohnt im Juni statt.

In diesem Zeitraum wird als Hausarbeit auch die Konzeptionsmappe erstellt. Im Juli absolvieren die Prüflinge ein kleineres schriftliches und praktisches Examen mit einem Werkstück, das jedoch kein Bestandteil der großen Ausstellung ist. Somit sind mit Beginn der Arbeiten an den Meisterstücken alle Prüfungen abgeschlossen.

Für die Vorbereitung der abschließenden Werkstücke lassen sich die Sommerferien nutzen. Vor Ort in Straubing wird die Vorbereitungszeit auf eine Woche reduziert. Der Vorteil: Kontakte aus dem eigenen Umfeld können zuhause in Anspruch genommen werden. Damit entfallen die teilweise beträchtlichen Kosten für Helfer. Diese mussten bisher zur Vorbereitungszeit extra nach Straubing anreisen und dort teilweise bis zu drei Wochen in Ferienwohnungen übernachten.

Mehr Zeit für den Unterricht

Ein weiterer Pluspunkt: Schülern an der Meisterschule bleibt mehr Zeit für den Unterricht. Allein vier Wochen zusätzliche Wissensvermittlung können sie ab sofort in Anspruch nehmen. Vorrangig profitiert hiervon der fachpraktische Unterricht. Die Lernenden erhalten mehr Freiraum, um sich praxisbezogen auf den Berufsalltag als Meister vorzubereiten.

Mit dem Ende der Meisterausbildung Mitte September stehen die Absolventinnen und Absolventen den Betrieben zu Beginn der Saisonspitzen wieder pünktlich zur Verfügung. In der zwölfmonatigen Ausbildung mit Vollzeitunterricht vermittelt die Meisterschule Straubing weit mehr als die grundlegenden Fachkenntnisse, um Meisterin oder Meister zu werden. Die fachübergreifende Gestaltungslehre verbindet Floristik, Kunsthandwerk und bildende Künste.

Vollzeitmodell mit abschließender Studienmöglichkeit

Dabei sind die umfassenden Unterrichtseinheiten intelligent miteinander verknüpft und spiegeln so die praktische Anwendung im Beruf lebensnah wider. Am Ende der Ausbildung steht ein Abschluss, der im deutschen Qualifikationsrahmen der Stufe sechs (von acht) zugeordnet ist.

Damit ist die Floristmeisterprüfung dem Bachelor-Abschluss einer Hochschule gleichwertig. Das somit erlangte Bachelor-Niveau befähigt unter bestimmten Voraussetzungen zum Studium an einer Hochschule. Durch das Vollzeitmodell sind die Meisterschülerinnen und -schüler berechtigt, BAföG in Anspruch zu nehmen.

Die neue Meisterklasse startet im September 2019 und endet im September 2020. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 begrenzt. Weitere Informationen zur Floristmeisterschule Straubing finden Sie hier(Katrin Klawitter)

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