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Werkstücke: Reiz der Gräser und Getreidesorten

Sommer und Sonne können kommen – denn dem Sommerloch können Sie im Blumenfachgeschäft vorbeugen! Floristmeisterin Victoria Salomon räumt mit dem oftmals „altbackenen“ Ruf von Gräsern und Getreide auf. Mit diesen Varianten erzielen Sie die gewünschte Aufmerksamkeit bei den Kunden in der umsatzschwachen Zeit.

Floristmeisterin Victoria Salomon zeigt, wie's geht: Getreide-Kranz mit Pfefferbeeren. Foto: Jörg Manegold

Macht auf jeder Terrasse eine gute Figur: Die Getreidepalisade. Foto: Jörg Manegold

Auch Raps eignet sich für floristische Werkstücke, die das Sommerloch vergessen lassen. Foto: Jörg Manegold

„Für mich hat jedes der Gräser seinen ganz eigenen tollen Reiz, egal ob es sich im Wind bewegt oder in einem Werkstück mitintegriert ist. Sie erzeugen immer eine gewisse Leichtigkeit und auch Natürlichkeit“, sagt Victoria Salomon. Auch Getreide lässt sich gut in Werkstücke integrieren.

Getreide-Kranz mit Pfefferbeeren

Dieser Kranz ist so leicht, dass er auch zum Aufhängen geeignet ist. Wichtig: Den Kranz nicht wässern und einen Nasssteckschaumkranz verwenden – in diesen lassen sich zwei Bund Ähren gut einstecken.

So wird‘s gemacht: Die Gestaltunsgrundlagen des Kranzbindens beachten. Dann eine schockgefrostete Blüte einkleben. Diese vorab etwas auszupfen. Die einzelnen Blütenblätter später aufkleben, sodass sie wie „gerade eben darauf geflogen“ wirken. Anschließend Pfefferbeeren, etwas Hortensie und eventuell Gräser hinzufügen. Eine kleine Ranke sorgt für Leichtigkeit.

Empfohlener Verkaufspreis: ab 59 Euro

Chicken-Wire-Technik: Raps-Schale

So wird‘s gemacht: Die Schale wurde aus 18er-Draht geformt. Mit der Chicken-Wire-Technik die 18er-Drähte zu einem Drahtnetz verbinden. Nun den Draht langsam zu einer Schale biegen. Den Raps nun durch die größeren Öffnungen weben, bis das gesamte Grundgestell mit Raps gefüllt ist. Nun Glasröhrchen einfügen und diese mit Gartenrosen oder anderen „Gartenschönheiten“ bestücken.

Empfohlener Verkaufspreis: Korb etwa 59 Euro, Kerze ab 31,90 Euro

Tipp: Sie können auch eine Kerze integrieren. Wichtig: Verwenden Sie eine Outdoorkerze, die auch für heiße Temperaturen geeignet ist.

„Getreidesorten werden immer als trockene Staubfänger bezeichnet, aber gerade die unterschiedlichen Strukturen und diese trockene Wirkung der Getreidesorten machen diese ja so interessant. Wenn man dazu frische Blumen integriert beleben sie ein Werkstück umso mehr und funktionieren wie ein natürlicher Booster“, so die Floristmeisterin.  

Getreide-Palisade - Harztöpfe als Pflanzgefäß

Harztöpfe dienen hier als Pflanzgefäß. Diverse Gräser sind tolle Sommerbepflanzungen bis in den Herbst hinein, die jede Terrasse schmücken.

So wird‘s gemacht: Das Getreide zusammennähen. Dazu Schmuckdraht oder Rebdraht (es geht jeder Draht auf der Rolle) etwa einen Meter lang abrollen und dann genau in der Mitte eine Öse formen. Nun das Getreide einzeln einlegen und danach den Draht verzwirbeln. Das nächste Stück einlegen und auch wieder die beiden Drähte straff verzwirbeln. Dies bis zur gewünschten Länge fortführen. Empfohlener

Verkaufspreis: je nach Größe und Pflanzenauswahl

Tipp: Am besten mehrere bepflanzte Töpfe nebeneinander präsentieren – als Gruppe sind sie wirkungsvoller.

Victoria Salomon: „Afrikanisches Lampenputzergras ist so schön“

„Afrikanisches Lampenputzergras ist so schön. Alleine diese tolle Färbung in einem Rot, Bordeaux oder Pink, integriert in einen Sommer-Strauß in beerigen Tönen mit Fruchtständen und tollen Rosen, Hortensien und dann dieses Gras dazu…faszinierend schön!“, schwärmt die Expertin.

„Panikum virgatum macht sich zum Beispiel super in großen Gestecken, da es so elegant und lang ist. Die Carex Sorten sind auch toll, besonders die Segge – super schön, lange rot- braune Gräser und es schaut auch wirklich toll im Winter aus, wenn der Raureif darauf liegt“, so Salomon.

Noch mehr Werkstücke von Victoria Salomon entdecken Sie in der aktuellen Ausgabe der g&v, die Sie in unserem Haymarket-Shop finden. (Victoria Salomon)

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